Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Haben Sie im letzten Herbst auch gewählt? Eine umfassende Studie über die Fünfte Schweiz bestätigt: Die Auslandgemeinde wählt linker! Warum, das erfahren Sie heute in Ihrem Briefing.
Herzliche Grüsse aus Bern
Eine umfassende Studie zeigt: Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer wählen und stimmen linker. Warum ist das so?
Die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland sind «die grösste unerforschte Gruppe Schweizer Wahlberechtigter». Das schreiben die beiden Autoren der umfassendsten Studie über die Fünfte Schweiz.
Dass die Schweizer Auslandgemeinde linker und grüner stimmt und wählt, war schon länger bekannt. Neu haben die Forschenden nun aber die Gründe herausarbeiten können. So ist zum Einen die Community der Fünften Schweiz anders zusammengesetzt als die Wahlbevölkerung in der Heimat. Jünger, männlicher, eher Single und mit einem höheren Bildungsstand.
Der zweite Grund: Die Stimmen der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer holen jene Parteien, die sie als Auslandschweizer ansprechen und sie nicht in einen Topf mit den Inlandschweizern werfen. Ein Erfolgsrezept, das einige Parteien anscheinend noch zu wenig ausschöpfen.
- Der Artikel meines Kollegen Renat Künzi zu den Ergebnissen der Studie.
- Falls Sie die ganze Studie interessiert, finden Sie diese hierExterner Link.
- Warum die Wahlen 2019 für die Auslandschweizer-Organisation eher eine Enttäuschung waren, darüber berichtete meine Kollegin Katy Romy Ende Oktober.
Er sucht nach der Antwort auf die grosse Frage der Menschheit: Gibt es ausserirdisches Leben? Der Schweizer Astronom Didier Quéloz wurde dafür letztes Jahr mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Unser grosses Interview.
Fast hätte Didier Quéloz den wichtigsten Anruf seines Lebens verpasst. Am 8. Oktober rechnete er nicht damit, dass das Nobelpreis-Komitee ihn anrufen könnte. Zwar war er nominiert, doch die Nominierung sei bereits vor etwa zehn Jahren erfolgt, wie er im Interview meines Kollegen Marc-André Miserez erzählt.
Quéloz hat sich auf die Suche nach so genannten Exoplaneten spezialisiert. Das sind Planeten, auf denen jene Bedingungen herrschen könnten, die Leben erst ermöglichen. Gemeinsam mit seinem Professor Michel Mayor hat er 1995 als Doktorand den ersten Exoplaneten überhaupt ausfindig gemacht.
Nun reiht er sich also ein in die Galerie der Schweizer Nobelpreisträger. Frauen finden sich in der Liste noch keine. Was die Verleihung für ihn bedeutet und wie seine Suche nach ausserirdischem Leben weitergeht, erzählt er im swissinfo.ch-Interview.
- Das Interview, das mein Kollege Marc-André mit Didier Quéloz führte.
- Eine Übersicht über alle Schweizer Nobelpreisträger finden Sie auf der Website der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link (Paywall).
- So berichtete SRF NewsExterner Link im Oktober über die Verleihung des Nobelpreises an Mayor und Quéloz.
Erstmals habe die Schweiz IS-Sympathisanten aus der Türkei in die Schweiz zurückgeführt, hiess es am 2. Januar. Heute sieht der Fall schon etwas anders aus. Was ist bisher bekannt?
Zwar seien drei Personen aus der Türkei in die Schweiz zurückgeführt worden. Doch diese hätten sich nicht im Irak oder in Syrien aufgehalten, also im Kriegsgebiet des ehemaligen Islamischen Staats (IS). Das teilte die Bundesanwaltschaft (BA) heute gemäss der Neuen Zürcher Zeitung mit.
Bei den drei Personen soll es sich laut BA um eine Schweizer Familie handeln, die in der Türkei gelebt habe. Die Türkei habe sie im Rahmen von fremdenpolizeilichen Massnahmen ausgewiesen. Es handle sich deshalb nicht um «IS-Rückkehrer».
Die drei seien in der Schweiz auf freiem Fuss. Doch ein Verdacht bleibt: Gegen den Vater führt die BA nämlich ein Strafverfahren wegen mutmasslichen Verstosses gegen das IS-Gesetz. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die BA werde möglicherweise im Verlauf der nächsten Woche weiter informieren, hiess es.
- Über die neusten Entwicklungen in dem FallExterner Link berichtet heute die Neue Zürcher Zeitung (Paywall).
- Bericht von SRF NewsExterner Link.
- Wie die Schweiz mit dschihadistisch motiviertem Terror umgeht, lesen Sie im umfassenden Lagebericht 2019 des Nachrichtendienstes des BundesExterner Link (pdf).
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Können Sie Fragen über die Schweiz richtig beantworten? swissinfo.ch hat im Lauf des Jahres 2019 eine Reihe von Faktenchecks veröffentlicht, die auf Fragen unserer Leserinnen und Leser zurückgingen.
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Über die Feiertage werden wir auf Facebook acht verschiedene Fragen stellen, die wir im vergangenen Jahr aufgrund von Leseranfragen in einem Faktencheck überprüft haben. Im Januar veröffentlichen wir die Ergebnisse des Quiz‘ – und die richtigen Antworten.
Die heutige Frage: Sind die meisten Schweizer und Schweizerinnen reich?
SWI swissinfo.ch beantwortet Leserfragen zu schrägen Schweiz-Klischees. Den Artikel dazu finden Sie hier.
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- Fakten hinter den Mythen: Wer kümmert sich um die Kids?
- Wie sieht die Kinderbetreuung bei den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern aus?
- Hier gehts zum QuizExterner Link.
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