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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Ein Gefängnis auf Schienen; ein Schweizer Filter gegen Dreckschleudern auf hoher See; Hoffnungen, die in Flammen aufgingen; und das alles dominierende Corona-Virus.

Herzliche Grüsse aus Bern

Keystone / Alessandro Crinari

Im Kampf gegen die neue Lungenkrankheit Covid-19 setzt Italien auf Quarantäne und Reisesperren. Die Regierung riegelt die Lombardei und 14 andere Gebiete weitgehend ab. Das sorgt für Verunsicherung im Tessin.

Die Mobilität werde nicht gänzlich gestoppt, sagte die Regierung. So gebe es keinen Stopp für Flüge und Züge. Rund 70’000 Grenzgänger aus Norditalien arbeiten im Tessin. Die meisten sind im Gastgewerbe und im Gesundheitswesen (Spitäler, Pflegebranche) tätig.

Italien hat der Schweiz inzwischen bestätigt, dass die Grenze zwischen den beiden Ländern für sie offenbleibe. Die Züge nach Italien fahren derzeit normal, bestätigte die SBB. Aber viele Leute meiden den öffentlichen Verkehr, nicht nur im Tessin.

In der Schweiz haben sich bis Montagmittag 312 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zusätzlich liegt bei 62 Fällen ein erstes positives Resultat vor. Am Wochenende starb eine zweite Person an den Folgen der Viruserkrankung.

  • Eine Sperrzone könne die Ausbreitung nur verlangsamen, sagt ein Wissenschaftsjournalist bei SRFExterner Link.
  • Aufdatierte Reisehinweise für Italien finden Sie hierExterner Link.
  • Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie und der Einbruch des Erdöl-Preises setzen den Börsen zum Wochenauftakt schwer zu, berichten Medien der Tamedia-GruppeExterner Link. (Paywall)
  • Das Wichtigste zum Corona-Virus aus Schweizer Optik finden Sie bei uns.
  • «Welches System kriegt Corona in den Griff?», fragt der Tages-Anzeiger,Externer Link und macht den Vergleich zwischen China, Singapur und Europa. (Paywall)
Sabina Bobst

Zwischen Bern und Bassersdorf im Kanton Zürich verkehrt zweimal täglich ein Zug, der Häftlinge transportiert. Der Grund für die Transporte sind Umplatzierungen in andere Strafvollzugsanstalten, Gerichtsverhandlungen, Spitalaufenthalte oder Ausschaffungen.

Landesweit wurden 2019 mit dem europaweit einzigartigen «Jail-Transport-System» (JTS) mehr als 16’000 Insassen transportiert, schreibt der Tages-Anzeiger (TA), der den speziellen Zug heute porträtiert.

Entlang eines Korridors reihen sich laut der Tageszeitung 18 enge Zellen mit massiven Gitterstäben. Es gebe eine Toilette, Klimaanlage, Videoüberwachung und vorn im Wagen ein kleines Büroabteil für die zweiköpfige Securitas-Besatzung. Die Tür zum Lokführer sei aus Sicherheitsgründen verbarrikadiert.

  • «Mit dem JTS werden nur Personen transportiert, die als kooperativ, nicht gewalttätig und nicht fluchtgefährdet gelten», sagt ein Verantwortlicher im TAExterner Link. (Paywall)
  • Als die Luzerner-ZeitungExterner Link 2017 über den «Jail-Train» berichtete, hatte das Gefangenen-Transportsystem von SBB und Securitas eine negative Presse.
  • Weitere Informationen über Gefangenen-Transporte in der Schweiz finden Sie hierExterner Link.
Keystone / Stratis Balaskas

Beim Brand im Zentrum eines Schweizer Hilfswerks auf der griechischen Insel Lesbos entstand grosser Sachschaden, verletzt wurde niemand. Aber viele Hoffnungen gingen in Flammen auf. Betroffen sind die Schule und das Hauptgebäude.

Das Zentrum mit dem Namen «One Happy Family» des gleichnamigen Schweizer Vereins liegt unweit einer Unterkunft, wo rund 1500 Flüchtlinge und Migranten leben, darunter viele Kinder und Familien.

Im Gemeinschaftszentrum hatten Vertriebene neue Hoffnungen geschöpft. Hier fanden sie eine Werkstatt, ein Frauenhaus, einen Shop für Hygieneprodukte, einen Spielplatz, und vieles mehr, berichtet eine Reporterin der Zeitung Blick.

Anders als zu Beginn der Flüchtlingskrise haben sich die Beziehungen zwischen der lokalen Bevölkerung und den 20’000 Migrantinnen und Migranten auf der griechischen Insel Lesbos verschlechtert. 

Die Einheimischen fühlen sich von Europa im Stich gelassen. Manche lassen ihren Frust an den Flüchtlingen und den Hilfsorganisationen aus. In den vergangenen Wochen kam es auf Lesbos immer wieder zu Gewalttaten von rechten Gruppierungen, auch Feuer wurden gelegt. Ob das Schweizer Hilfswerk Opfer eines rechtsradikalen Angriffs war, ist noch unklar.

Cargo nave
Seit dem 1. Januar 2020 muss die Schifffahrtsindustrie die neuen internationalen Vorschriften für Schwefeloxid-Emissionen einhalten. Keystone / Mark Lennihan

50 Kreuzfahrtschiffe stossen zehnmal mehr Schwefeloxid aus als alle 260 Millionen Autos, die in Europa unterwegs sind. Ein Schweizer Startup hat jetzt einen Filter entwickelt, um die schädlichen Emissionen dieser Schiffe drastisch zu senken.

Die Schifffahrtsindustrie gehört zu den schlimmsten Umweltverschmutzern. Jetzt muss sie auch ihren Teil zur Reduktion schädlicher Emissionen beitragen.

«Mit unserem auf Nanotechnologie basierenden Filter können wir die Schwefeloxid-Emissionen um 99% und die Stickoxid-Emissionen um 85% reduzieren», sagt der Leiter von Daphne Technology.

  • Mehr über die Dreckschleudern auf hoher See und den vielversprechenden Filter aus der Schweiz erfahren Sie im Bericht meines Kollegen Armando Mombelli.
  • Weitere Schweizer Startups, welche die Welt verändern könnten, finden Sie hierExterner Link.
  • HierExterner Link geht’s zur Website des Waadtländer Startups.

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