Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Müssen Schweizer Behörden dafür sorgen, dass Abstimmungs- und Wahlunterlagen rechtzeitig bei Ihnen ankommen? Nein, sagt das Bundesgericht anhand des Falls von Filippo Lombardi.
Herzliche Grüsse aus Bern
Beschwerde abgelehnt: Filippo Lombardis Abwahl war rechtens.
Filippo Lombardi, seit fünf Legislaturen Tessiner Ständerat, wurde letzten November überraschenderweise abgewählt. Läppische 46 Stimmen drängten das CVP-Schwergewicht aus dem Amt.
Ein Tessiner Anwalt legte dagegen Beschwerde ein: Etliche im Ausland lebende Tessiner hätten die Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhalten. Keine kleine Sache, immerhin gilt Lombardi als «Vater des Auslandschweizer-Gesetzes».
Nach dem Kantonalen Verwaltungsgericht lehnte nun auch das Bundesgericht die Beschwerde ab. Die Tessiner Gemeinden müssen zwar das Material rechtzeitig versenden. Aber dass die Unterlagen auch frühzeitig genug ankommen – dafür sind die Behörden nicht zuständig.
- Lesen Sie hier den Artikel meines Kollegen Luigi Jorio.
- Über die Abwahl von Filippo Lombardi haben wir bereits früher geschrieben.
Absprachen im Gross- und Einzelhandel: Die Wettbewerbskommission Weko leitet Untersuchung ein.
Kaufen Gross- und Einzelhändler bei Lieferanten ein, rechnen sie entweder direkt mit ihnen ab oder machen es über eine Inkassofirma.
Nun haben sich mutmasslich 15 Gross- und Einzelhändler (darunter etwa Landi, Manor, Volg, Spar oder Valora) abgesprochen, um gemeinsam Druck auf Lieferanten auszuüben. Diese sollen nur über die Inkassofirma Markant abrechnen.
Das soll soweit gegangen sein, dass man den Lieferanten gedroht habe, ihre Produkte nicht mehr im Regal zu führen, sollten sie sich weigern. Die Weko klärt nun ab, ob diese mutmasslichen Vereinbarungen unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen darstellen.
- Lesen Sie hierExterner Link den Artikel auf SRF News.
- Und hier finden Sie einen Artikel von uns zur Hochpreisinsel Schweiz – und was dagegen gemacht werden kann.
- In diesem BeitragExterner Link geht die SRF Tagesschau auf das Thema ein.
Weltraumnation Schweiz? Na und ob!
Die Schweiz gehört – gemessen an ihrer Grösse – zu den Grossen im Weltall. Auf über 50 Raumfahrtmissionen mit 60 Instrumente sind wir momentan vertreten.
Darunter sind viele bekannte Projekte wie das Weltraumteleskop Cheops, der Kometenjäger Rosetta oder das Sonnenobservatorium Solar Orbiter. Aber auch Dutzende von kleineren Missionen, die nicht so bekannt sind, aber dennoch hohen wissenschaftlichen Wert haben.
Abgesehen davon: Dass die Schweiz im Weltall so präsent ist, resultiert aus der guten Vernetzung hier auf Erden. Oftmals sind persönliche Kontakte unter Forscherinnen und Forscher der erste Schritt zur Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus.
- Lesen Sie hier den Artikel unseres Weltraum-Spezialisten Marc-André Miserez.
- Hier finden Sie unsere Übersicht über das Schweizer Engagement im Weltraum.
Und zum Schluss noch ein alternativer Blick auf Corona: Social-Distancing im Tierreich.
In den letzten Monaten sind wir alle – da nehmen ich mich nicht aus – zu Experten im korrekten Umgang in Zeiten der Corona-Pandemie mutiert. Aber wer wusste dabei schon, dass die Praxis der sozialen Distanznahme auch bei Tieren bekannt ist?
Epidemien gibt es ja nicht nur bei uns Menschen, sondern auch im Tierreich. Und auch da wurden Strategien entwickelt, wie man die Übertragung von Krankheiten bremsen kann.
Diverse Tierarten meiden Artgenossen, die krank aussehen oder sich komisch bewegen. Und kranke Tiere begeben sich in Selbstisolation. Die Moral von der Geschichte? Was wir im Moment machen, ist offenbar gar nicht so abwegig.
- Lesen Sie hierExterner Link den Artikel von Higgs.ch
- Hier finden Sie unser Update zur Situation in der Schweiz.
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