Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Im Frühling vertrauten 67% der Bevölkerung dem Bundesrat. In der zweiten Coronawelle ist der Wert auf 37% abgesackt. Wie hat die Regierung das geschafft?
Beste Grüsse aus Bern und bleiben Sie gesund!
Die Schweizer Bevölkerung steht hinter den strengeren Corona-Massnahmen, die der Bundesrat am Mittwoch verkündet hat.
Doch gleichzeitig ist das Vertrauen in die Regierung in den Keller gesackt – von 67% im letzten April auf gerade noch 37%.
Ein Widerspruch? Nein. Denn angesichts der explodierenden Zahlen der Neuinfizierten – heute Freitag sind es erneut über 9200 – versteht die Mehrheit nicht, weshalb sich die Regierung mit ihren Massnahmen so lange Zeit liess.
Dies zeigt die Vorab-Veröffentlichung des fünften Corona-Monitors, den das Forschungsinstitut Sotomo für die SRG erstellt, zu der auch swissinfo.ch zählt.
- Mehr Details in unserem laufend aktualisierten Update zur Corona-Situation in der Schweiz.
- «Die Schweiz geht einen risikoreichen Weg»Externer Link – Analyse von Kollege Daniel Theis aus der SRF-Wissenschaftsredaktion.
- «Die Wissenschafter regieren nicht die Schweiz»Externer Link – Interview von Gesundheitsminister Alain Berset in der NZZ (Paywall).
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Georgien bestellt ein neues Parlament. Was aber haben die Wahlen in der Kaukasusrepublik mit der Schweiz zu tun?
Die Region ist geprägt von autoritären Führern, offenen und eingefrorenen Kriegen. Da ist es ein kleines Wunder, dass Georgien als eines jener Länder gilt, das in den letzten zehn Jahren am meisten Fortschritte Richtung Demokratie gemacht hatte.
Das honoriert auch die Schweiz: Sie unterstützte die Wahlbehörden und die politischen Parteien mit ihrem Knowhow bei der Erarbeitung eines Regelwerks. Dieses soll den Parteien als Kompass für demokratisches Verhalten dienen.
Das Engagement der Schweiz ist aber nicht pure Nächstenliebe. Vielmehr setzt sie einen Verfassungsauftrag um. Dieser besagt, dass sie Demokratie weltweit fördern muss. Hier sind wir für einmal also nicht neutral, sondern Akteurin.
- «Demokratieförderung konkret: das Beispiel Georgien» – Beitrag meines Kollegen Giannis Mavris.
- Hier geht’s zum neuen Demokratie-Bericht 2020Externer Link des Instituts Varieties of Democracies der Universität Göteborg.
- Aus unserem Demokratie-Archiv: «Schweiz fördert Demokratie dort, wo es weh tut» – das Beispiel Burma (2018).
Am Dienstag sind in den USA Präsidentenwahlen und schon haben über 80 Millionen Bürger gewählt – die meisten per Post. Briefwahlen sind der Trend der Stunde.
Corona lässt grüssen: In Zeiten der Einschränkung der Kontakte und des Social Distancing ist der sicherste Weg der Stimmabgabe jener über die Post.
Diese Möglichkeit ist aber nicht in allen Ländern gegeben. In der Tat: Während der Pandemie ist die Wahlbeteiligung in mehr Ländern gesunken, als sie gestiegen ist.
Kann die Briefwahl mehr Menschen zur Wahlteilnahme bewegen? Jein. Was aber sicher ist: Dort wo die Stimmenden die Briefwahl zur Verfügung steht, zeigt der Trend klar Richtung dieses neuen Kanals.
- Unser Data-Journalist Jonas Glatthard hat dazu einen internationalen Vergleich gemacht und diesen mit Grafiken angereichert.
- «Die Schweiz wird zum Briefwahl-Paradies» – Reportage meines Kollegen Domhnall O’Sullivan aus einem Wahllokal in Winterthur bei der letzten Abstimmung vom 27. September.
- «Warum Abstimmungen per Post selten einfach sind» – Bericht von Bruno Kaufmann, unserem Korrespondenten für internationale Demokratie.
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Zum Start ins Wochenende noch drei kleine Leckerbissen – sie gehen auf die Rechnung des Hauses😊
Erinnern Sie sich noch an den Schah von Persien? Oder eher an seine Frau Farah Diba? Der brutale Herrscher war ein Freund der Schweiz. Und umgekehrt. Doch einmal war auch Sturm angesagt.
- Lesen Sie hier den Bericht meines Kollegen Andrea Tognina.
Die Schweiz soll friedlicher werden. Oder zumindest die grossen Investoren wie die Nationalbank und die Pensionskassen.
Wie dies? Sie sollen kein Geld mehr in Schweizer Unternehmen anlegen dürfen, die Kriegsmaterial produzieren.
- Lesen Sie den Beitrag von Kollege Urs Geiser zur Abstimmungsvorlage vom 29. November.
Zum Schluss geht’s noch um ein historisches Möbelstück mit einem etwas delikaten Zweck – dem Bidet.
- Eine vergnügliche und lehrreiche Lektüre wünsche ich Ihnen hier mit dem Beitrag von Murielle Schlup vom Schweizerischen Nationalmuseum.
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