Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Gestern schaute meine Familie während des Abendessens ausnahmsweise YouTube. Der Bundesrat informierte nämlich über neue Massnahmen. So richtig zufrieden ist niemand.
Herzliche Grüsse
Gestern Abend rief der Schweizer Bundesrat kurzfristig zu einer Medienkonferenz und kündete neue, landesweite Massnahmen an. Das sind die Reaktionen.
Der Tages-Anzeiger kommentiert das Ultimatum, das Gesundheitsminister Alain Berset den Kantonen gestellt hatte: «Nun übernimmt der Bund die Kontrolle, aber der Schaden ist längst angerichtet.» Gemeint ist das föderalistische Chaos.
Das Gebaren in Bern irritiere, kommentiert hingegen die NZZ. Der Bundesrat verfahre mit den Kantonen nach dem Motto: «Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.» Das sei nicht die feine föderalistische Art.
Auch aus den Kantonen kommt Kritik am Bundesrat – vor allem aus der WestschweizExterner Link. Bei den Parteien sieht es folgendermassen aus: SP, CVP und Grüne begrüssen, dass der Bundesrat in der Corona-Pandemie das Heft wieder stärker in die Hand nehmen will. Kritik kommt von SVP und FDP.
- ArtikelExterner Link und KommentarExterner Link im Tages-Anzeiger (Paywall).
- ArtikelExterner Link und KommentarExterner Link in der NZZ (Paywall).
- Unser ständig aufdatierter Artikel über die Corona-Situation in der Schweiz.
- In der Schweiz brennen Kerzen für die über 5000 Covid-Toten.
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Das Parlament wählte heute Guy Parmelin mit 188 Ja-Stimmen zum neuen Bundespräsidenten. Das ist ein gutes Resultat.
Der SVP-Politiker aus dem Welschland wird von Schweizer Medien als freundlich, bescheiden und gemütlich beschrieben. Das hat aber auch Nachteile.
«Als Wirtschaftsminister wirkt er blass. Jetzt muss er das Land durch die Krise führen. Wird das gutgehen?», fragt etwa die Aargauer Zeitung.
Laut NZZ hat sich Parmelin gerade in der Pandemie als loyaler, kollegialer Magistrat erwiesen. «Für einen SVP-Vertreter ist dies eine beachtliche Leistung, die Partei macht es ihren Bundesräten nicht leicht.» Mit dem geplanten Rahmenabkommen würden die kommenden Monate ungemütlich für Parmelin.
- Die Meldung von SRFExterner Link.
- Das Porträt in der Aargauer ZeitungExterner Link (Paywall).
- Der Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Ein Artikel im BlickExterner Link und auf 20 MinutenExterner Link.
Der Nationalrat will den Zugang zu Cannabis als Medikament erleichtern. In vielen europäischen Ländern ist die medizinische Verwendung von Hanf legal.
Die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (UN) hat Anfang Dezember Cannabis für medizinische Zwecke von der Liste der gefährlichsten Drogen gestrichen.
Und in der Schweiz hat der Nationalrat am Dienstag mit klarer Mehrheit die von der Regierung vorgeschlagene Änderung des Betäubungsmittelgesetzes angenommen, die den Zugang zu medizinischem Hanf erleichtert.
Die Revision sieht vor, dass Ärzte Arzneimittel auf Hanfbasis verschreiben können, ohne wie bisher eine Ausnahmegenehmigung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) beantragen zu müssen.
- Den ganzen Artikel lesen Sie auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Die multimediale Reportage über Cannabis als HeilmittelExterner Link.
Heute für Sie: Unser neuntes Adventsfenster
Dieses Jahr widmen wir unseren Adventskalender der Schweizer Kunst- und Kulturszene. Aufgrund der Coronakrise litt sie heuer besonders – auf diese Weise wollen wir den Künstlerinnen und Künstlern unseren Tribut zollen.
Unser heutiger Tipp stammt aus Zürich. Die Folk-Sängerin Janine Cathrein fuhr mit ihrer Band im Wohnmobil durch Frankreich, Deutschland, Holland und Dänemark.
- Hier finden Sie unseren Kulturtipp
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