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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

To ski, or not to ski? Das ist momentan die Frage, die die Schweiz umtreibt. Und was ist Ihre Antwort darauf?

Herzliche Grüsse aus dem verschneiten Grindelwald

Skipiste
Keystone / Jean-christophe Bott

Viel Schnee, wenig Gäste und wollene Schal-«Masken»: Ski fahren zu Zeiten von Corona.

Neulich hat es auch mich auf die Piste gezogen. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, was manche Mitmenschen so alles als Maske interpretieren. Da wurde auch mal ein selbstgestrickter Wollschal oder der übers Kinn gezogene Kragen der Winterjacke als «Schutz» verwendet. Ob solche Szenen die Lust am Skifahren fördern? Kaum.

Insgesamt scheint die Lust am Skifahren in der Schweiz derzeit tatsächlich nicht sonderlich gross zu sein. Die Skigebiete berichten von deutlich weniger Besuchern über die Festtage als üblich. Und das, obwohl mehrere Kantone ihre Skigebiete ganz geschlossen haben.

Gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) sagte etwa Peter Engler, der Chef der Lenzerheide Bergbahnen AG, es seien im Vergleich zu den Vorjahren fast 50 Prozent weniger Schneesportler unterwegs. Das vom Kanton Graubünden verordnete Limit von zwei Dritteln Auslastung sei an keinem der Weihnachtstage erreicht worden.

Guy Parmelin
Tomas Wüthrich / 13 Photo

Kommunikativ hat der Bundesrat in der Corona-Krise nicht immer brilliert. Das findet auch Guy Parmelin, der neue Bundespräsident.

Unabhängig davon, ob man die bundesrätlichen Corona-Massnahmen nun für zu streng oder zu locker hält, in einem sind sich die meisten einig: Die Landesregierung hat kommunikativ in der Krise nicht immer das beste Bild abgegeben.

In Erinnerung bleibt etwa die Panne um die Masken. Im Frühling hiess es lange, Masken böten der breiten Öffentlichkeit keinen wirksamen Schutz gegen das Virus. Dabei ging es eher darum, keinen Run auf Schutzmasken auszulösen, um im Gesundheitswesen keinen Versorgungsengpass entstehen zu lassen. Doch bis heute sind die anfänglichen Aussagen Wasser auf die Mühlen der Maskengegner.

Selbst der neue Bundespräsident, Guy Parmelin, räumt im Interview mit meinen Kollegen Samuel Jaberg und Marc Leutenegger ein: «Gerade in diesem Bereich, dem Bereich der Kommunikation, sind wir in den letzten Monaten ein wenig aus dem Tritt gekommen.»

Zurück in Dürrenäsch: Gianni Escher, Hugo Wyss und Costantino Semini.
swissinfo.ch

Ausgerechnet Dürrenäsch. Wie das 1200-Seelen-Dorf im Kanton Aargau zu einem beliebten Reiseziel für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer wurde.

Dürrenäsch? Nie gehört. So dürfte es nicht nur mir, sondern auch vielen jungen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland gehen, wenn sie den Namen des Aargauer Dorfs hören.

In der Generation ihrer Eltern dagegen dürfte das etwas Anderes sein. Früher war das Dorf nämlich eine weltweit bekannte Tourismusdestination – zumindest für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Denn hier, genauer im Auslandschweizer-Home, verbrachten viele von ihnen zwischen 1956 und 1979 ihren Heimaturlaub.

So auch Hugo Wyss, Gianni Escher und Costantino Semini. Melanie Eichenberger, unsere Spezialistin für die 5. Schweiz, hat die drei Italo-Schweizer 63 Jahre nach ihrem Urlaub in Dürrenäsch getroffen.

Zeitungen
© Keystone / Alessandro Della Valle

Das Knie der Nation gehört zwar der Skilegende Pirmin Zurbriggen. Derzeit beschäftigen aber andere Knie die Schweizer Sportwelt.

Es kommt nicht oft vor, dass die NZZ eine Breaking-News-Push-Nachricht aus der Welt des Sports verschickt. Doch als die alte Tante der Schweizer Medien heute Morgen mein Handy summen liess, war es wieder einmal soweit. Roger Federer, stand da, werde das Australian Open verpassen.

Die Episode zeigt: Federer ist einer der wenigen wirklichen Superstars des Landes.

Er unterzog sich dieses Jahr einer Knieoperation, von der er sich nun nicht rechtzeitig für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres erholt hat. Der 39-Jährige trainiert derzeit in Dubai für seine Rückkehr. Das Land bangt: Wird er noch einmal zu alter Grösse zurückfinden?


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