The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Team swissinfo.ch in Genf

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Ihr Briefing mit etwas Weltgeschichte: Wir blicken auf das morgige Treffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Genf.

Herzliche Grüsse aus Bern

Team swissinfo.ch in Genf
swissinfo.ch

Ab heute Abend steht die Schweiz im Scheinwerferlicht der Welt.

Unser Team ist bereits vor Ort (siehe Bild). US-Präsident Joe Biden ist kurz nach 16 Uhr in Genf gelandet. Alles ist bereit, damit das morgige Treffen der Präsidenten der beiden Grossmächte USA und Russland reibungslos über die Bühne geht.

Wladimir Putin wird erst am Mittwoch erwartet. Er will nach dem Treffen dann auch gleich wieder zurück nach Moskau fliegen. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind derzeit am diplomatischen Nullpunkt, unter anderem wegen der Krim-Annektierung Russlands 2014 und der Präsidentschaft von Donald Trump.

Genf war bereits zwei Mal Schauplatz eines Gipfeltreffens der beiden Mächte: 1955 und 1985. Was damals dabei herauskam, hat meine Kollegin Geraldine Wong Sak Hoi für Sie zusammengefasst. Ob das Treffen diesmal wie 1985 der Gipfel von Ronald Reagan mit Michail Gorbatschow ein Erfolg wird, ist eine andere Frage.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Sara Ibrahim

CO2-Gesetz, zwei Pestizid-Initiativen: Die Schweiz hat drei Umweltvorlagen an der Urne abgelehnt. Ist das gut oder schlecht für das Land?

Wollen die «reichen» Schweizer:innen nicht für den Klimaschutz bezahlen – nach dem Motto «Klimaschutz ist gut und recht, aber er darf nichts kosten»? Oder hat einfach die «Bauern-Schweiz», die äusserst stark gegen das drohende Pestizidverbot mobilisierte, gegen die «Forschungs-Schweiz» gewonnen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung! Zum Artikel Volk lehnt CO2-Gesetz mit 51,6 % ab Zum…

15 Kommentare
Diskussion anzeigen
Solarpanel
© Keystone / Urs Flueeler

Nach dem Nein zum CO2-Gesetz wird der Weg zur Klimaneutralität für die Schweiz länger. Wo steht sie im internationalen Vergleich?

«Ungenügend». Diese Note erteilt der Climate Action Tracker der Schweiz. Der unabhängige Verein überwacht die Klimapolitik weltweit. Nach der Ablehnung des CO2-Gesetzes – es hätte eine der Säulen der Schweizer Klimapolitik werden sollen – laufe Bern Gefahr, das Klimaziel bis 2030 zu verfehlen, nachdem es bereits jenes für 2020 verfehlt hat.

Trotzdem schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich besser ab als die meisten europäischen Länder und Industrienationen. Obwohl sie ihre Ziele nicht erreicht hat, gehört sie immer noch zu den Ländern, die ihre Emissionen in den letzten 30 Jahren reduziert haben, schreibt swissinfo.ch-Klimaexperte Luigi Jorio heute.

Dennoch scheine das Erreichen des von den Nationen in Paris festgehaltenen Ziels, die Erwärmung auf «deutlich unter» 2 Grad Celsius zu begrenzen, «nicht unmöglich», zitiert Luigi eine Klimaforscherin und Mitautorin der Berichte des Weltklimarats. Sie sagt: «Die diesjährige Klimakonferenz in Glasgow wird entscheidend sein

Jugendlicher mit Plakaten
Keystone / Peter Klaunzer

Was sagt die internationale Presse zum Nein zum CO2-Gesetz?

Nicht immer sorgen Abstimmungen in der Schweiz für Schlagzeilen. Jene vom letzten Sonntag fand aber recht viel Widerhall in der internationalen Presse. Die Uhr ticke, schreibt etwa die Nachrichtenagentur Associated Press. Sie weist darauf hin, dass «das Alpenland die vollen Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommt».

Einig sind sich die meisten Kommentatorinnen und Kommentatoren darin, dass die Brieftasche eine wichtige Rolle beim Nein zum CO2-Gesetz gespielt habe. Die Schweizerinnen und Schweizer hätten gezögert, wirtschaftliche Risiken einzugehen, während sich das Land von der Pandemie erhole, so die BBC.

In der spanischen Tageszeitung El Mundo verweist der Kommentator auf den «schlechten Zeitpunkt der Abstimmung» wegen des «schwierigen wirtschaftlichen Kontexts infolge der Corona-Pandemie». Und die deutsche Tageszeitung (taz) erinnert an die Rolle eines Teils der Klimaaktivistinnen und -aktivisten. Diese hatten zur Ablehnung der Vorlage aufgerufen. Sie waren der Meinung, das CO2-Gesetz gehe nicht weit genug.

Swiss-Flugzeuge
© Keystone/ Valentin Flauraud

Corona fordert auch Opfer auf dem Arbeitsmarkt: Swiss entlässt 500 Angestellte.

Die Fluggesellschaft Swiss geriet durch die Coronavirus-Pandemie arg in finanzielle Nöte. Laut Blick geht die Lufthansa-Tochter davon aus, dass sich die Nachfrage mittelfristig um 20% reduzieren wird.

In den nächsten Tagen muss Swiss 550 Angestellten die Kündigung aussprechen, wie verschiedene Medien berichten. 58 von ihnen erhalten eine Änderungskündigung in Form einer Reduktion des Pensums oder Änderung der Funktion. Ursprünglich war die Rede von bis zu 780 Entlassungen gewesen, als die Massenentlassung im Mai bekanntgegeben worden war. Nach einem Konsultationsverfahren mit den Gewerkschaften sei man nun auf die 500 Entlassungen gekommen.

Übrigens: Die Airline erhielt letztes Jahr eine Rettungsspritze des Bundes von 1,5 Milliarden Franken. Zudem zahlte sich die Geschäftsleitung der Swiss Anfang Jahr einen Bonus aus – für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2019.

Meistgelesen
Schweizer Diaspora

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft