Heute in der Schweiz
Sehr geehrte Damen und Herren
Der Abstimmungskampf nimmt an Fahrt auf: In knapp einem Monat kommen drei Vorlagen an die Urne. Wir haben schon mal Interviews geführt zum Frontex-Referendum.
Freundliche Grüsse aus Bern
Am 15. Mai stimmen wir über das Frontex-Referendum ab. Wir haben Interviews geführt mit beiden Seiten.
Die europäische Grenzwache Frontex soll aufgestockt werden. Als Schengen-assoziiertes Land muss das auch die Schweiz mittragen. Dagegen haben aktivistische Organisation das Referendum ergriffen, da Frontex bei menschenrechtswidrigen Pushbacks involviert sein soll.
Der SP-Nationalrat Fabian Molina spricht sich für das Referendum aus. «Es braucht nicht nur Grenzschutz, sondern auch legale Fluchtrouten«, sagt er – und verlangt, dass die Vorlage über die Aufstockung überarbeitet werde.
Tiana Moser, grünliberale Nationalrätin, warnt allerdings davor, dass die Schweiz aus dem Schengen-Vertrag rausfallen könnte. Zudem: «Wir können nicht einfach sagen, die Reisefreiheit nehmen wir gerne, weil das uns viele Vorteile bringt, aber die unangenehme Arbeit im Sicherheits- und Migrationsbereich überlassen wir den anderen Ländern.»
- Hier finden Sie das Interview mit Fabian Molina.
- Das Interview mit Tiana Moser finden Sie hier.
- Unseren Übersichtsartikel zum Referendum finden Sie hier.
- Die Wochenzeitung hat mit zwei Aktivisten gesprochenExterner Link, die das Referendum auf die Beine brachten.
Der Krieg in der Ukraine geht unvermindert weiter. Das rückt auch die Schweizer Armee vermehrt in den Fokus.
Strategisch wichtige Strassen, Brücken und Gleise in die Luft sprengen ist ein beliebtes Mittel im Krieg. Die Schweiz war jahrelang darauf vorbereitet – wurden doch im letzten Jahrhundert für den Kriegsfall hunderte von Stollen gegraben und mit Sprengstoff gefüllt. Diese sind zwar schon lange nicht mehr in Betrieb. Kürzlich haben jedoch zwei Parlamentarier Vorstösse eingereicht, um eine allfällige Reaktivierung zu prüfen.
Die Armee ist aber nicht nur im Untergrund, sondern auch im Cyber-Space aktiv: Die militärischen Rechenzentren bilden die technische Grundlage für die Cyber-Abwehrfähigkeit, die in den kommenden Jahren ausgebaut werden soll. Aber laut Watson hinkt die Schweiz gewaltig hinterher.
Dabei gehen die Diskussionen über die künftige Rolle der Armee unvermindert weiter – vor allem bei einer allfälligen Annäherung an die Nato. Irgendwann werden wir über den Kauf der F-35-Jets abstimmen müssen; ich wette, dass diese Abstimmung als Stellvertreterdiskussion über die generelle militärische Ausrichtung der Schweiz ausfallen wird.
- Hier finden SieExterner Link den Beitrag des Tages-Anzeigers. (Paywall)
- Den Beitrag von Watson können Sie hier lesenExterner Link.
- Was möchten Sie über die Schweizer Armee wissen? Machen Sie mit bei unserer Debatte!
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Die Rückkehr von Ultranationalismus und Ultrareligiosität.
Viel wird zurzeit über den ideologischen Unterbau von Russland gesprochen. Manche argumentieren, es handle sich um ein zynisches, im Grunde nihilistisches Regime, das von einer kleptokratischen Elite geführt wird, die einzig auf ihren persönlichen Vorteil aus ist.
Andere sehen ein imperiales Aufbäumen, das weit über Putin selber hinausreicht – um eine breite(re) Bewegung, die die alte Grösse eines ethnonational definierten Russlands wiederherstellen will. Und darum so sehr die Ukraine hasst, die sich aus ihrer Umklammerung lösen will.
Der Islamwissenschaftler Reinhard Schulze hat in einem längeren Artikel den Prozess dernationalistischen und religiösen Radikalisierung in Russland nachgezeichnet und sie mit Ultrareligiosität im Nahen Osten verglichen. Sein Fazit: Solche Bewegungen können zu einem globalen Problem werden.
- Hier geht esExterner Link zum Beitrag von Journal21.
Zum Schluss noch ein talentierter Elefant aus dem Basler Zoo.
Ich vermelde Ihnen meist eher schweren Stoff, es geht oft entweder um Krieg, Politik oder Ungerechtigkeiten. Deshalb an dieser Stelle zur Abwechslung ein Hinweis auf etwas lockerere Kost – ein Internethit.
Das Video ist kurz, nicht einmal eine Minute lang – ist aber schon viral gegangen und hat aus dem Elefantenbullen Tusker im Basler Zoo einen Internetstar gemacht.
Der 30-jährige Elefantenbulle klemmt dabei einen mehrere Meter langen Baumstamm zwischen Rüssel und Stosszahn, schleppt das Holz durch die Anlage und hievt es quer auf einen hohen Pfosten. Anschliessend balanciert er den Stamm so gekonnt aus, dass er auf dem Pfosten liegen bleibt. Nicht schlecht!
- Hier finden SieExterner Link das Video bei SRF News.
- Und weil ich es nicht ganz lassen kann: Als die Schweiz mit Kanonen auf Elefanten schoss.
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