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Raphael Flury

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Ein junger Schweizer mischt von der tansanischen Insel Sansibar aus den Schweizer Gewürzmarkt auf.

Herzliche Grüsse aus Bern

Raphael Flury
zVg

Wie ein junger Jurist auf den Geschmack von Gewürzen kam.

Wenn Sie SWI swissinfo.ch regelmässig besuchen, kennen Sie ihn bereits: Raphael Flury führt auf der Gewürzinsel Sansibar ein biozertifiziertes Gewürzproduktions- und Handelsunternehmen. Er liefert unterdessen auch ohne Zwischenhandel in die Schweiz.

Dem nicht genug, baute Flury vor Ort ein zweites Standbein auf: eine Bierbrauerei. Als die Corona-Pandemie die Welt überrollte, reagierte er rasch und stellte den Betrieb auf die Produktion von Handdesinfektionsmittel um.

Nun hat ihn SRF auf der Insel besucht und einen längeren Dokumentarfilm über den umtriebigen Geschäftsmann gedreht, der ursprünglich Jurist war und als Backpacker auf Sansibar landete. Der Film wurde gestern erstmals im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt.

Katharina Florian, Zigeunerin : Karte aus dem Zigeunerregister der Kantonspolizei Bern
Privatarchiv Thomas Huonker

Wie die Schweiz die Kultur der Roma auslöschen wollte.

Das «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» der Pro Juventute wirft auch heute noch ihren Schatten. Während 50 Jahren, von 1926 bis 1976, hatte dieses Projekt zum Ziel, die Kultur der Fahrenden – namentlich der Jenischen – in der Schweiz zu zerstören.

Man kann sich dieses Unrecht heute kaum mehr vorstellen: Den Jenischen, Sinti und Roma wurden die Kinder entrissen und in Schweizer Familien oder Heimen platziert, um ihnen das «Vagantentum» auszutreiben.

Das allein schon ist traumatisch, aber vielen Kindern wurde danach noch mehr Unrecht angetan: Strafen, Schläge oder sogar sexuelle Übergriffe. Wie ergeht es den Betroffenen heute? Das Strassenmagazin Surprise wirft einen Blick zurück auf ein dunkles Kapitel Schweizer Geschichte und lässt Betroffene zu Wort kommen.

Andrej Kurkow
SWI swissinfo.ch

Wie in den Augen eines ukrainischen Autors die Schweiz als ideales Land gilt.

«Die Schweiz ist ein Beispiel für ein ideales Land.» Das sagt der ukrainische Autor Andrej Kurkow im Interview meines Kollegen Benjamin von Wyl. Er traf ihn an einem Menschenrechtsgipfel in Genf. «Das ist Sie immer noch?», fragt Benjamin nach. «Ja», kommt die kurze Antwort.

Die längere Antwort des vielsprachigen Autors: «Auf eine Art war die Schweiz für mich immer ein Beispiel für Harmonie: verschiedene Kantone, vier Sprachen, Städte, in denen die Menschen Englisch sprechen.»

Für die traditionelle Neutralität der Schweiz zeigt er Verständnis. Wegen dieser Neutralität und Harmonie beherberge das Land einen UNO-Sitz und den Hauptsitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Allerdings gibt er auch zu bedenken: «Das Hauptproblem ist, dass die Schweiz anderen Ländern die Weitergabe von in der Schweiz produzierten Waffen in die Ukraine verbietet.»

Bürogebäude Nachrichtendienst des Bundes in Bern
Keystone / Peter Schneider

Wie der Geheimdienst illegal beschaffte Daten an Private lieferte.

Der Schweizer Nachrichtendienst hat illegal erworbene Informationen an private Sicherheitsfirmen weitergegeben. Dies zeigen Recherchen von Radio SRF, wie dieses heute berichtet.

Bereits bekannt war, dass sich der Schweizer Geheimdienst ab 2015 während fünf Jahren zur Bekämpfung von Cyberspionage Daten bei Schweizer Providern beschafft hatte, ohne die nötigen Bewilligungen dafür einzuholen. Laut einer Untersuchung verstiess er damit wiederholt gegen das Nachrichtendienstgesetz.

Nun hat die Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments festgestellt, dass diese Daten weitergegeben wurden. Sie stützt sich dazu laut Radio SRF auf die interne Untersuchung. Ein Staatsrechtsprofessor sagt: Das ist klar illegal.

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