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Dunkelhäutige Sängerin mit Mikrophon in der Hand bei Livekonzert

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Ein Vulkan ist erloschen: Tina Turner, eine der herausragendsten Frauen der Rockgeschichte, ist gestern bei Zürich gestorben. Die Wahlschweizerin wurde 83 Jahre alt.

Herzliche Grüsse aus Bern

Dunkelhäutige Sängerin mit Mikrofon in der Hand
Keystone

Sie sang sich aus schwerster Verletzung und Erniedrigung auf den Olymp der Rockmusik: Tina Turner.

Ab  den 1980er-Jahren war sie lange der erfolgreichste weibliche Rockstar: Niemand anderes füllte in den folgenden Dekaden so grosse Stadien wie Tina Turner.

Mit ihrer einmaligen Stimme, den Songs mit hymnischen Refrains zum Mitsingen und ihrer sprühenden Energie vermochte sie den Funken aufs millionenfache Publikum überspringen zu lassen.

Und sie wurde zur Ikone, weil sie als Frau im ersten Teil ihrer Karriere an der Seite ihres Ex-Ehemanns Ike Turner schwerste Misshandlungen überlebte, sich davon aber nicht unterkriegen liess und schliesslich zum Weltstar wurde, der rund um den Globus gefeiert wurde.

1994 zog die Sängerin, die rund 180 Millionen Alben verkaufte, mit ihrem deutschen Ehemann in der Schweiz. 2013 gab sie die US-Staatsbürgerschaft auf und wurde Schweizerin. Turner starb nach langer Nierenkrankheit.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Benjamin von Wyl

Was brauchen Sie, damit Sie Vertrauen in Institutionen haben können?

Eine Grundlage für Demokratien ist das Vertrauen in Justiz, Politik, Polizei und die Medien. Deshalb befassen wir uns mit dem Thema – und fragen Sie.

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Zwei Männer und eine Frau - das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank
© Keystone / Michael Buholzer

Die Inflation macht die Macht der Schweizerischen Nationalbank sichtbar. Aber wer hat dort eigentlich das Sagen?

In der Öffentlichkeit sind sie eine Art diskrete «Hinterbänkler»: die Mitglieder des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank.

Und doch gehören sie, wie auch die Bundesrichter:innen, zu den mächtigsten Akteur:innen in der Schweizer Politik.

Das «Tagesgeschäft» führt das dreiköpfige Direktorium. Dazu gehörten die Investition von über 900 Milliarden Franken des Schweizer Volksvermögens an den Finanzmärkten oder jüngst etwa die Vergabe eines ungesicherten Kredits von über 100 Milliarden Franken an die Credit Suisse.

Der Name des Direktors dürfte mit der verordneten CS-Übernahme durch die UBS etwas bekannter geworden sein: Thomas Jordan.

Doch wer sind die anderen beiden im Dreiergremium? Im Explainer unseres Finanzspezialisten Fabio Canetg erfahren Sie das und mehr:

Frau, die im Parlament sitzt und ein Dokument genau anschaut
Keystone / Peter Klaunzer

Im Oktober können die Schweizer:innen ihr neues Parlament wählen. Doch wie funktioniert dieses genau?

Es war 2019, bei den letzten Wahlen, ein kleines Erdbeben: Die stärkste Partei, die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei, verlor mit einem Schlag 12 Sitze – eine historische Niederlage. Die Umweltparteien eroberten 26 Sitze neu hinzu.

So grosse «Verwerfungen» sind im 246-köpfigen Schweizer Parlament, das aus zwei Kammern besteht, die Seltenheit. Verschiebungen finden meist innerhalb engerer Grenzen statt.

Viele werten das politische Verharrungsvermögen der Parteien in der Schweiz als Langeweile. Der Vorteil aber ist einleuchtend: eine aussergewöhnliche Stabilität des politischen Systems.


Inneres einer Wohnung mit Frau in kurzem roten Unterrock
Anne-Camille Vaucher

Im neusten Index für globale Sklaverei der Organisation Walk Free steht die Schweiz gut da: Sie fungiert ganz am Schluss. Aber es gibt auch hier Ausbeutung.

Rund 50 Millionen Opfer von moderner Sklaverei gibt es laut dem neuesten Bericht. Die Opfer von Menschenhandel müssten meist wegen Klimawandel, Konflikten und intensiven Wetterereignissen ihre Heimat verlassen.

Die Spitze des Indexes, gleichbedeutend mit den grössten Übeltätern, zieren Nordkorea, Eritrea, Mauretanien, Saudi-Arabien und die Türkei.

Doch erzwungene Arbeit und erzwungene Ehe, die beiden Hauptkategorien des Oberbegriffs moderne Sklaverei, kommen auch in der Schweiz vor. Wenn auch im Verhältnis selten: Gemäss Berechnungen der Autor:innen sind es 4000 Personen. Der Grossteil dürften Opfer von ausbeuterischer Arbeit wie Sexarbeit sein, die nicht aussteigen können.

Das Problem: In der Schweiz ist Menschenhandel zwar ein Offizialdelikt, das die Polizei von sich aus untersuchen muss. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch die, dass die Ermittler:innen nur dort fündig werden, wo sie aktiv hinschauen.

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