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die verschneite Stadt Davos

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Es ist einiges los in der Schweiz. Viola Amherd reist von einem Ort zum anderen und trifft Staatsmänner und Politikerinnen. In Bern bezog ein Regierungsrat Spesen für Kleinstbeträge und im Kanton Zürich wurde ein archäologischer Sensationsfund gemacht.

Herzliche Grüsse aus Bern

Viola Amherd schüttelt die Hand von Jens Stoltenberg
© Keystone / Laurent Gillieron

Gefragte Bundespräsidentin: Viola Amherd wird in dieser Woche hunderte, wenn nicht gar tausende Hände schütteln.

Sie glauben, Ihr Job sei streng? Viola Amherd hat es dieser Tage vermutlich strenger. Zwei Wochen nach ihrer Wahl zur Bundespräsidentin ging es für die Walliserin so richtig los. Die Verteidigungsministerin trifft im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF) auf Hunderte Politikerinnen und Politiker und wirtschaftliche Machtträger:innen aus aller Welt.

Mein Kollege Tom Stephens hat in seinem Artikel festgehalten, wie hektisch Amherds Tage waren, seit sie am Sonntagabend am Flughafen Zürich den chinesischen Premierminister Li Qiang empfangen hatte.

Am Montag folgte ein Empfang in Bern – nicht der einzige an diesem Tag. Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski stattete der Schweiz einen offiziellen Besuch ab. Und als ob das nicht genug wäre, traf sich die Verteidigungsministerin am Abend noch mit der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu einem Gespräch über das Europadossier. Bevor sie dann am nächsten Tag das WEF eröffnete.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Giannis Mavris

Welchen Ruf hat die Schweiz in Ihrem Wohnland?

Die Schweiz hat einen guten Ruf und ist beliebt in der Welt – das glauben zumindest viele in der Schweiz. Aber warum eigentlich?

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ein Einfränkler steht auf einer 20er-Note
© Keystone / Georgios Kefalas

Spesen-Affäre im Kanton Bern: Regierungsrat mit 280’000 Franken Lohn schreibt Znüni als Spesen auf.

95 Rappen für ein Brötli. 20 Rappen für eine Banane. Das ist das Znüni eines Berner Regierungsrats. Weshalb das hier im Briefing steht? Weil er die 1,15 Franken als Spesen abgerechnet hat.

Der Regierungsrat heisst Philippe Müller und gehört der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) an. Er verdient knapp 280’000 Franken pro Jahr und erhält zusätzlich eine jährliche Spesenpauschale von 8000 Franken. Dieser Betrag ist unter anderem für Repräsentation und Networking gedacht, zum Beispiel um jemanden zum Essen einzuladen.

Was auch oft gemacht wird, wie die Recherchen des «Kassensturz» von Fernsehen SRF zu Tage gebracht haben. Dabei wird auch gern ein Glas Wein auf Staatskosten getrunken. Was ich interessant gefunden habe: Im Vergleich zu den Männern rechnen die Regierungsrätinnen deutlich weniger Spesen und Repräsentationskosten ab. Und die Kantonsangestellten im Departement von Philippe Müller können ihr Znüni nicht auf Spesen kaufen.

Turnschuhe mit der typischen gewellten Sohle von On
© Keystone / Gaetan Bally

Erfolgsmarke On: Schweizer Turnschuhe mit hoher Marge – und Qualitätsproblemen.

Kennen Sie die Schweizer Schuhmarke On? In der Schweiz kann man kaum einen Meter weit gehen, ohne dass man auf eine Person trifft, die auf der gewellten Sohle unterwegs ist. Während es vor ein paar Jahren für Amtsträger:innen oder in der Chef:innenetage noch undenkbar gewesen wäre, in Turnschuhen zu erscheinen, hat sich der On-Schuh zum Liebling für alle gemausert, die sich gern anständig kleiden, aber doch auch ein bisschen lässig sein wollen.

Die On-Schuhe sind extrem beliebt – und teuer. Recherchen des Konsument:innenmagazins K-Tipp zeigen nun, dass die Schuhmarke, die mit Roger Federer und Swissness wirbt, auf ihren Schuhen sehr hohe Margen erzielt. Von einem Schuh, der 190 Franken kostet, erhält der Hersteller in Vietnam gerade mal 18 Franken. Mit Abzug von Steuern bleibt On eine Marge von 155 Franken, wie K-Tipp ausrechnet. Im Vergleich mit anderen Schuhherstellern verlangt On am meisten, gibt jedoch den Herstellern am wenigsten.

Kommt dazu, dass nicht alle zufrieden sind mit dem Produkt. “Es gibt immer noch Qualitätsprobleme”, sagt Konsumentenschützerin Sara Stalder. Für sie sei es ein Phänomen, dass dieser Schuh einen dermassen grossen Absatz findet. Eine Angestellte von On verteidigt die hohen Preise der Schuhe. Das Geld fliesse unter anderem ins Marketing. Dieser Plan ist aufgegangen.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Pauline Turuban

Wie sollte der Zugang zu Schusswaffen geregelt sein?

Glauben Sie, dass ein strengerer Zugang zu Schusswaffen zu mehr Sicherheit führt? Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrem Wohnland gemacht?

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Ein Handschuh aus Metall
Keystone

Wem gehört der Panzerhandschuh von Kyburg?

Von den Schuhen zum Schluss noch zu einem Handschuh: Die Kantonsarchäologie Zürich hat einen sensationellen Fund gemacht, wie sie selber mitteilt. In Kyburg haben die Archoäolog:innen einen über 700 Jahre alten Panzerhandschuh ausgegraben.

Ein Panzerhandschuh ist ein Teil einer Ritterrüstung und schützt die Hand, wenn man mit Ross und Rüstung in die Schlacht zieht. Der Handschuh von Kyburg ist vollständig erhalten, das ist aussergewöhnlich. Es ist ein Handschuh für die rechte Hand, der aus verschiedenen Gliedern besteht, damit man die Finger bewegen kann.

So alt und vollständig erhalten, das ist ein seltener Fund – in der Schweiz sind bis jetzt erst sechs Panzerhandschuhe aus dieser Zeit bekannt. Die Forscher:innen machen sich nun daran, herauszufinden, welchem Ritter der Handschuh gehört hat.

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