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Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Armee ist alles andere als zufrieden mit der Ruag, dem bundeseigenen Rüstungsunternehmen und ihrem Hauptpartner.

Die Probleme könnten konkrete Folgen für die Einsatzbereitschaft haben. Was sagt das Parlament dazu?

Gute Lektüre!

kampfjet im hangar
Die Wartungshalle der Ruag in Emmen im Mai 2023. Die «Patienten» zu diesem Zeitpunkt waren F/A-18. Keystone / Urs Flueeler

Die Beziehung zwischen der Schweizer Armee und der Ruag, dem vollständig vom Bund kontrollierten Rüstungsunternehmen, ist angespannt. Vertrauliche Regierungsdokumente, die an die Geschäftsprüfungskommissionen des Parlaments gerichtet sind und der NZZ vorliegen, zeigen, dass die Zufriedenheit des Hauptkunden, der Schweizer Streitkräfte, deutlich zurückgegangen ist.

Das Dokument bezieht sich auf eine Umfrage zur Zufriedenheit der Armee mit der Ruag, gemessen in Prozent. Sie ist von 61% im Jahr 2024 auf 51% im Jahr 2025 gesunken.

Laut Bundesrat beschränken sich die Probleme nicht auf punktuelle Verzögerungen, sondern betreffen strukturelle Aspekte: das Preis-Leistungs-Verhältnis, den hohen administrativen Aufwand und mangelnde Pünktlichkeit. Die Armeespitze befürchtet Folgen für die Einsatzfähigkeit der Truppen, die von der Wartung komplexer Systeme wie Jets, Panzer und Mörser abhängt.

Dass die Beziehungen zwischen der Armee und dem Rüstungsunternehmen so angespannt sind, hat im Parlament für Überraschung und Besorgnis gesorgt. Politische Vertreter:innen betonen, dass die Ruag ein zentraler Partner für die Landesverteidigung sei, und fordern rasche Massnahmen. Einige stellen das derzeitige Modell infrage und schlagen vor, Leistungen an andere Anbieter – auch ausländische – zu übertragen, falls das Unternehmen seinen Auftrag nicht erfüllen kann.

Die Ruag verspricht Besserung, räumt aber ein, dass dies Zeit und Ressourcen erfordere. Das hohe Alter der Systeme und Verzögerungen bei den Lieferanten erschweren die Arbeit, so die NZZ. Ohne zusätzliche Mittel des Bundes werde es schwierig sein, alle Bedürfnisse des Militärs zu erfüllen. In einem veränderten geopolitischen Kontext und mit einem bereits angeschlagenen Ruf verfüge das Unternehmen über wenig politischen Spielraum.

autos an der landesgrenze
Ende 2025 waren allein im Kanton Genf rund 116’000 Grenzgänger:innen tätig. Auf dem Bild der Zoll von Bardonnex. Keystone / Salvatore Di Nolfi

Die SVP-Initiative «Nein zu einer 10-Millionen-Schweiz» sorgt in den Grenzregionen für Besorgnis, vor allem in Frankreich. Dort befürchtet man einen Anstieg der Grenzgänger:innen, mit möglichen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, den Verkehr und die bereits stark belastete Infrastruktur.

Die Initiative, über die die Schweiz am 14. Juni abstimmen wird, verlangt vom Bundesrat, die Einwanderung zu begrenzen, sobald die Zahl der in der Schweiz wohnhaften Personen 9,5 Millionen erreicht. Um ein mögliches Defizit von Arbeitskräften auszugleichen, könnten vermehrt Grenzgänger:innen zum Zug kommen.

«Wir befürchten, dass dies unsere Region noch attraktiver macht und zusätzliche Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sowie bei der Sicherstellung öffentlicher Dienstleistungen schafft», erklärt Gabriel Doublet, Bürgermeister der französischen Grenzstadt Annemasse, gegenüber Le Matin Dimanche.

Viele Gemeinden in Hochsavoyen sind bereits stark belastet, wie ein Artikel von 24 Heures zeigt – insbesondere wegen Verkehrsproblemen, überlasteter öffentlicher Verkehrsmittel und wachsender sozioökonomischer Unterschiede. Grenzgänger:innen mit Schweizer Löhnen können sich eher Wohneigentum leisten als Personen mit Einkommen in Euro.

Videokamera in den Bergen
Häufig eingesetzt, aber zu indiskret? Keystone / Ti-Press / Francesca Agosta

Die in der ganzen Schweiz installierten Webcams werden häufig genutzt, insbesondere an touristischen Orten. Eine nach mehreren Beschwerden vom Kanton Wallis in Auftrag gegebene Studie zeigt jedoch, dass praktisch alle überprüften Kameras die Vorschriften zum Persönlichkeitsschutz nicht einhalten.

Diese setzen klare Grenzen: Personen und Fahrzeugkennzeichen dürfen nicht erkennbar sein, und Aufnahmen von sensiblen Orten wie Parkplätzen oder wo Kinder sich aufhalten, müssen vermieden werden.

«Wir haben erwartet, dass viele Webcams nicht konform sind, aber nicht in diesem Ausmass», sagt Loris Loat, Verantwortlicher für Datenschutz im Kanton Wallis, gegenüber RTS. Von 66 in rund zehn Gemeinden kontrollierten Geräten erwiesen sich nur zwei als unproblematisch.

Ein Beispiel: Eine auf einen Kreisel im Zentrum von Verbier gerichtete Webcam verzeichnet rund 175’000 Zugriffe pro Jahr. Nachdem sie als nicht konform eingestuft wurde, sind die Aufnahmen nicht mehr online sichtbar. In anderen Gemeinden wie Ovronnaz zeigen die Kameras inzwischen nur noch Landschaftsbilder, auf denen selten Personen zu sehen sind.

feiernde fussballfans mit fahnen und pyros
Feiernde Fans auf dem Rathausplatz von Thun. Keystone / Alessandro Della Valle

Sonntag war ein historischer Tag für den Schweizer Fussball, und auch heute feiern die Medien den Erfolg des FC Thun weiter. Der Club hat sich rechnerisch den Sieg in der Super League, der höchsten Schweizer Liga, gesichert – obwohl er im vergangenen Jahr noch in der Challenge League spielte.

Bis Weihnachten hätten nur wenige auf diesen Sieg gewettet, schreibt RTS, obwohl die Mannschaft bereits an der Tabellenspitze stand und zeigte, dass sie auf höchstem Niveau mitspielen kann.

Der Titel, den der FC Thun zum ersten Mal in seiner 128-jährigen Geschichte gewinnt, gilt als verdient. Die Sportpresse hebt insbesondere die Rolle von Präsident Andres Gerber, Sportchef Dominik Albrecht und Trainer Mauro Lustrinelli hervor.

In der Schweiz war es zuvor nur dem Zürcher Club GC in der Saison 1951/52 gelungen, als Aufsteiger Meister zu werden. Auch auf europäischer Ebene ist ein solcher Erfolg selten: In den letzten 75 Jahren kam dies vor diesem Fall insgesamt 14 Mal vor.

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