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Bern (awp/sda) - Montag, 16. August 2010
TEURE SCHWEIZ: Schweizer haben 2009 rund ein Drittel mehr für Waren und Dienstleistungen bezahlt als Bürger der 27 EU-Staaten. In den letzten zwei Jahren stieg aufgrund des starken Frankens die Differenz zur EU, nachdem sich das Schweizer Preisniveau zwischen 2000 und 2007 demjenigen der EU angenähert hatte. 2009 lag das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf der Schweiz laut provisorischen Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) 35 Prozent über dem Mittelwert der EU-Mitgliedsstaaten, wie der Tabelle "Preisniveauindizes im internationalen Vergleich" zu entnehmen ist. In unseren Nachbarländern lag der entsprechende Wert für Deutschland bei 7 Prozent, für Frankreich bei 17 Prozent, für Italien bei 5 Prozent und Österreich bei 14 Prozent.
STARKE SEMESTERZAHLEN DER SCHWEIZER KONZERNE: Nicht nur legen viele Schweizer Konzerne bloss ein Jahr nach der Krise starke Zahlen vor, sie überraschen damit häufig auch das Heer der Wirtschafts- und Unternehmensexperten. Viele Firmen haben auf die Kosten geachtet, doch die wahren Gründe für den Erfolg liegen in den boomenden Schwellenländern. Dank einer rasch wachsenden Nachfrage schiessen die Zahlen jener Unternehmen in die Höhe, die eng von den Konjunkturzyklen abhängig sind.
LOOSER IM AUFWÄRTSTREND: Nach dem Taucher im vergangenen Geschäftsjahr geht es bei der Thurgauer Industriegruppe Looser wieder aufwärts. Im ersten Halbjahr 2010 erhöhte sich der Gewinn um 11,3 Prozent auf 11 Mio. Franken. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahressemester um 5,2 Prozent auf 240,3 Mio. Franken. Bereinigt um Währungs- und Übernahmeeffekte stieg der Umsatz um 7,6 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA nahm um 4,1 Prozent auf 30,3 Mio. Fr. zu. Damit weist Looser eine stabile EBITDA-Marge von 12,6 Prozent (Vorjahr: 12,7 Prozent) auf. Von den vier Geschäftssegmenten verzeichnete das Unternehmen nur bei den Türen einen leicht rückläufigen Umsatz (-0,95 Prozent). In Lokalwährungen legte das vor allem im deutschen Türen-Markt tätige Segment um 3,8 Prozent zu.
CHINA ÜBERHOLT JAPAN: China überholt Japan als zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt. Nach vorläufigen Berechnungen der Regierung in Tokio belief sich Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Kalenderquartal auf rund 1,28 Billionen Dollar, während China auf ein BIP von 1,33 Billionen Dollar kam. Zwar lassen sich die Zahlen nicht ohne weiteres vergleichen, da sie nicht um saisonale Faktoren bereinigt sind. Dennoch sei es sehr wahrscheinlich, dass der aufstrebende Nachbar Japan damit als die Nummer Zwei abgelöst hat, meldete die führende japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" in ihrer Abendausgabe. Japans Wirtschaftswachstum schwächt sich derweil ab. Nach vorläufigen Berechnungen der Regierung stieg das BIP im zweiten Kalenderquartal angesichts schleppender Exporte und schwachen Privatkonsums nur noch mit einer hochgerechneten Jahresrate von 0,4 Prozent.
ANSTIEG DER TEUERUNG: Die Lebenshaltungskosten in der Euro-Zone sind im Juli auf den höchsten Stand seit November 2008 gestiegen. Die Konsumentenpreise in den 16 Euro-Staaten zogen um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Grund für den Anstieg war vor allem teurere Energie. Im Juni hatte die Inflationsrate noch bei 1,4 Prozent gelegen. Damit herrscht nach Definition der Europäischen Zentralbank (EZB) aber weiter Preisstabilität. Diese sieht die EZB mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.
GROSSÜBERNAHME IM BERGBAU: Der britische Bergbaukonzern Vedanta will mit einer fast zehn Milliarden Dollar teuren Übernahme in Indien in das Öl- und Gasgeschäft einsteigen. Vedanta werde für bis zu 9,6 Mrd. Dollar eine Kontrollmehrheit von 60 Prozent an Cairn India übernehmen, teilte das auf den Subkontinent konzentrierte Unternehmen mit. Damit würde Vedanta zum einzigen grossen Bergbaukonzern neben dem australischen Branchenführer BHP Billiton aufsteigen, der auch bedeutende Ölgeschäfte betreibt. 40 bis 51 Prozent der Anteil will Vedanta von dem Edinburgher Konzern Cairn Energy kaufen, der mit gut 62 Prozent an dem viertgrössten Öl- und Gaskonzern Indiens beteiligt ist. Bis zu weitere 20 Prozent sollen über ein Angebot an die übrigen Aktionäre erworben werden.
STREIKDROHUNG BEI AIR BERLIN: Bei der Fluggesellschaft Air Berlin drohen noch im August Streiks der Piloten. Der seit Monaten schwelende Konflikt um Flugdienst-, Ruhe- und Bereitschaftszeiten hat sich zugespitzt. Wie die Vereinigung Cockpit mitteilte, haben 99 Prozent der Air-Berlin-Piloten und 97 Prozent der Piloten der Tochter LTU in einer Urabstimmung die Tarifpolitik der Pilotengewerkschaft gebilligt. Damit würden "Arbeitskampfmassnahmen noch im August wohl unvermeidlich sein", falls in den kommenden Tagen nicht doch noch Bewegung in die Tarifverhandlungen komme. Trotz monatelanger Verhandlungen sei es nicht gelungen, Einigkeit über die künftigen Arbeitsbedingungen zu erreichen.

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