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Bern (awp/sda) - Freitag, 26. März 2010
BESSERE WIRTSCHAFTSPROGNOSE: Die Konjunkturforscher der ETH Zürich erwarten für das laufende Jahr klar einen Aufschwung. Gestützt von Aussenhandel und Konsum und dank neuer Investitionen dürfte das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) 2010 um 1,7 Prozent wachsen. Die Schweiz habe die Rezession rascher hinter sich gelassen als erwartet, heisst es in der Frühjahrsprognose der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF). Im vergangenen Dezember hatten die KOF-Auguren für 2010 noch ein Wachstum von 0,6 Prozent vorausgesagt. 2011 dürfte die Wirtschaftsleistung stabil auf 2,2 Prozent Wachstum zulegen, prophezeien die KOF-Volkswirtschaftler weiter. Ein Grund für die deutlich optimistischere Prognose liege auch an einem statistischen Effekt, gab KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm zu bedenken.
ABRUPTER WECHSEL BEI UBS: Nach rund einem Jahr kommt es an der Spitze des Schweizer Geschäfts der UBS zum Wechsel: Franco Morra wird durch Lukas Gähwiler ersetzt. Der 45-Jährige stösst von der Konkurrentin Credit Suisse zur UBS. Gründe zum Wechsel an der Spitze des Schweizer Geschäfts wollte die UBS auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA nicht nennen. Auch wohin Morra, zugleich Vizepräsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, später wechseln wird, ist nicht bekannt. Als Chef der UBS Schweiz wird Gähwiler Mitglied der Konzernleitung.
ZUCKERFABRIKEN MIT ABSATZPROBLEM: Die Schweizer Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld (ZAF) haben im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Cashflow von 30 (29,8) Mio. und einen Gewinn von 2,4 (2) Mio. Fr. Franken erwirtschaftet. Sie wollen ihre Marktstellung durch mehr Marketing und die Suche nach neuen Zuckerprodukten stärken. Verwaltungsratspräsident Jürg Rückert will auch eine Vermarktung im Ausland längerfristig nicht ausschliessen. Mit über 1,6 Mio. Tonnen Rüben lag die Ernte 2009 um 50'000 Tonnen über jener des Vorjahres. Aus dieser Rekordernte wurden 258'226 (2008: 256'647) Tonnen Zucker. Allerdings stösst die ZAF damit an ihre Kapazitätsgrenzen, weil der Inlandverbrauch an Zucker bei 240'000 Tonnen liegt.
HÖHENFLUG VON INTERROLL GESTOPPT: Nach neun Jahren ist die Rekordjagd von Interroll vorbei: Das Tessiner Fördertechnikunternehmen musste im vergangenen Jahr einen Umsatzeinbruch hinnehmen. Trotz Stellenabbau stürzte der Gewinn richtiggehend ab. Unter dem Strich verdiente Interroll noch 5,7 Mio. Franken. Das sind 83 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) stürzte um 93 Prozent auf 3,1 Mio. Fr. ab. Der Umsatz knickte - wie bereits im Februar bekannt gegeben - um gut ein Drittel auf 234 Mio. Fr. ein.
DUFRY VERDIENT WENIGER: Der Reisedetailhändler Dufry hat 2009 unter der Krise der Flugbranche gelitten. Der Reingewinn sank um 17,4 Prozent auf 97,3 Mio. Franken. Der Umsatz ist nur dank der Übernahme des US-Konkurrenten Hudson gewachsen. Mit 2,378 Mrd. Fr. lagen die Verkäufe um 12,5 Prozent über dem Vorjahr. Hudson trug 23,8 Prozentpunkte zum Wachstum bei, organisch schrumpfte Dufry insbesondere wegen eingebrochener Flugpassagierzahlen um 10 Prozent. Im vierten Quartal erreichte Dufry wieder ein organisches Wachstum von 3,0 Prozent.
WELTHANDEL WÄCHST WIEDER: Nach dem letztjährigen Einbruch kommt der weltweite Handel wieder in Schwung. Die Welthandelsorganisation (WTO) stellt für dieses Jahr ein Wachstum von 9,5 Prozent in Aussicht. Das Niveau vor der Krise wird damit aber nicht erreicht. Im letzten Jahr war das globale Handelsvolumen um 12,2 Prozent geschrumpft - so stark wie noch nie seit 70 Jahren. In Dollar gerechnet ging der Handel gar um 23 Prozent zurück. In diesem Jahr werde nur ein Teil der Verluste wett gemacht, sagte WTO-Chefökonom Patrick Low vor den Medien in Genf. Erst im 2011 könnte der Handel wieder den Umfang vor der Krise erreichen. Der positive Trend ist vor allem auf die Entwicklungs- und Schwellenländer zurückzuführen: Ihre Handelstätigkeit dürfte 2010 um 11 Prozent steigen, während die Industrieländer mit einem Plus von 7,5 Prozent rechnen können.
WENIGER US-WACHSTUM ALS ERWARTET: Die US-Wirtschaft hat sich im vierten Quartal 2009 nicht ganz so stark erholt wie bislang angenommen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der weltgrössten Volkswirtschaft wuchs von Oktober bis Dezember mit einer Jahresrate von 5,6 Prozent. Das Handelsministerium korrigierte damit nach endgültigen Berechnungen das bisherige Ergebnis von 5,9 Prozent nach unten, weil die Unternehmen weniger investierten und die Konsumenten weniger verbrauchten als zunächst angenommen. Dennoch war dies das stärkste Wachstum seit mehr als sechs Jahren.
MILLIARDENVERLUST BEI HRE: Der deutsche Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) hat den Bund nach der Verstaatlichung im vergangenen Jahr mit einem Milliardenverlust belastet. Unter dem Strich häufte die HRE bis zum Jahresende 2009 ein Minus von rund 2,2 Mrd. Euro an. Im Jahr 2008 war der Verlust mit fast 5,5 Mrd. Euro aber noch mehr als doppelt so hoch ausgefallen. Mit der Rückkehr in die Gewinnzone rechnet der Konzern weiterhin frühestens im Jahr 2012, wie er mitteilte. Neben dem operativen Geschäft muss sich die HRE auch noch um die Suche nach einem neuen Konzernchef kümmern, nachdem Axel Wieandt am Donnerstag überraschend zurückgetreten war.
PORTUGIESE WIRD VIZE BEI EZB: Der portugiesische Notenbankchef Vitor Constancio wird nächster Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Staats- und Regierungschefs der EU stimmten der Beförderung bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel zu. Constancio tritt sein Amt im Juni an. Die Wahl eines Südeuropäers für das EZB-Führungsgremium gilt auch als Vorentscheidung im Rennen um die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, dessen Amtszeit im Herbst 2011 endet. Dadurch sollen die Chancen für Bundesbankpräsident Axel Weber steigen, im kommenden Jahr erster deutscher Chef der EZB zu werden.
INSTITUTIONALISIERTE KORRUPTION: Korruption gehörte nach Ansicht der US-Börsenaufsicht zum Alltag bei Daimler. "Die Praxis bei Daimler, sich Geschäfte durch das Zahlen von Bestechungsgeldern an ausländische Regierungsbeamte zu sichern, war in etlichen wichtigen Sparten und Tochtergesellschaften verbreitet und durch das Topmanagement gedeckt", schreibt die SEC in ihrer Anklageschrift. Ein Daimler-Sprecher wollte sich nicht zu den Vorwürfen äussern. Nach jahrelangen Ermittlungen hatte das US-Justizministerium Daimler zu Wochenbeginn der Korruption in mindestens 22 Ländern angeklagt. Der Autohersteller soll insgesamt 185 Mio. Dollar Strafe zahlen. Er bekannte sich schuldig.

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