Tarifverbund Ostwind steigert den Umsatz auf einen neuen Rekord
Der Tarifverbund Ostwind hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um 4,5 Prozent auf rund 261 Millionen Franken gesteigert. Das Wachstum ist vor allem auf eine zunehmende Nachfrage von Unternehmen nach Mobilitätslösungen für ihre Mitarbeitenden zurückzuführen.
(Keystone-SDA) Mit dem Umsatz aus Fahrausweisverkäufen in der Höhe von 261 Millionen Franken übertraf der Tarifverbund das bisherige Rekordjahr 2024 nochmals leicht, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstag. Das Geschäft mit Firmenabonnements entwickelte sich besonders stark. Die gemeinsam mit Unternehmen entwickelten Mobilitätskonzepte sollen Mitarbeitende gezielt zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr bewegen.
Im Berichtsjahr schlossen sechs weitere Unternehmen entsprechende Verträge ab, darunter SFS, Leica Geosystems und VAT. «Firmenmobilität entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Wachstumstreiber für den öffentlichen Verkehr», wurde Geschäftsführer Michel Pfirter in der Mitteilung zitiert.
Trotz des Rekordergebnisses schwächten sich das Wachstum bei den verkauften Fahrausweisen und die Umsatzzunahme im Vergleich zu den Vorjahren ab. Die starken Nachholeffekte nach der Pandemie seien weitgehend abgeschlossen, erklärte Thomas Baumgartner, Präsident der Verwaltung des Tarifverbunds Ostwind, gemäss Communiqué. Es werde nun wichtiger, neue Kundengruppen zu erschliessen.
Über zwei Milliarden Kilometer
Im Verbundgebiet legten die Passagiere 2025 insgesamt rund zwei Milliarden Personenkilometer zurück. Jede Person im Einzugsgebiet kaufte im Durchschnitt 17 Billette für Einzelfahrten, wie dem Geschäftsbericht 2025 zu entnehmen ist.
Der Tarifverbund verkaufte vergangenes Jahr über 19 Millionen Billette im Einzelreiseverkehr sowie 387’098 Abos. Pro Kopf werden im Ostwind-Einzugsgebiet durchschnittlich 1776 Kilometer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren.
Im Ostwindgebiet sind 29 Transportunternehmen mit einem Streckennetz von rund 4000 Kilometern unter einem gemeinsamen Preissystem vereinigt. Neben den Kantonen St. Gallen, Thurgau, den beiden Appenzell, Glarus, Schwyz und Schaffhausen gehört auch das Fürstentum Liechtenstein dazu. Unter den Unternehmen sind beispielsweise die SBB, Appenzeller Bahnen, Postauto, Regiobus, die Südostbahn oder Thurbo.