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ESSEN (awp international) - Der deutsche Stahlhersteller ThyssenKrupp rechnet wegen der verheerenden Flutkatastrophe in Australien mit steigenden Stahlpreisen. Noch liessen sich die Folgen der Naturkatastrophe nicht abschätzen, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die Spotmarktpreise für Kohle seien zuletzt aber merklich angestiegen. Das werde sich im zweiten Quartal auf die Bezugspreise auswirken. ThyssenKrupp werde versuchen, die steigenden Kosten über höhere Stahlpreise an die Kunden weiterzugeben.
Analysten berichten, dass an den Spotmärkten die Kurse für Kohle inzwischen um zehn Prozent gestiegen sind. Weitere Steigerung werden erwartet. Betroffen vom Hochwasser ist gut ein Drittel der gesamtem australischen Abbaukapazitäten. Viele Häfen und Bahnstrecken sind zudem höchstens eingeschränkt nutzbar.
Für das gerade begonnene Quartal hat ThyssenKrupp die Preise fixiert, die Versorgung sei gesichert. Zuletzt hätten einige Schiffe mit Kokskohle aus Australien in See stechen können, sagte der Sprecher. Wie hoch der Anteil an Kohle aus Australien am Gesamtverbrauch von ThyssenKrupp ist, vermochte der Sprecher zunächst nicht zu sagen.
Stärker sind die Auswirkungen des Hochwassers auf die asiatischen Hersteller. Australien ist neben Indonesien für sie einer der grössten Kohlelieferanten. Auch chinesische Stahlhersteller müssen wegen des grossen Bedarfs mittlerweile Kohle aus dem Ausland importieren. "Wegen der starken Nachfrage und der hohen Preise sind die Lagerbestände sowohl bei Produzenten als auch bei Verbrauchern relativ niedrig, weshalb die Exporteinschränkungen einen unmittelbaren Einfluss auf die Spot-Preise haben dürften", erklären die Rohstoffexperten der Commerzbank. Sie befürchten, dass die Folgen der Flut länger anhalten, da die Minen- und Transportinfrastruktur beschädigt ist. Das treibt die Preise weiter.
ThyssenKrupp kauft wie die meisten anderen europäischen Stahlhersteller seine Rohstoffe über langfristige Kontrakte und nicht am kurzfristigen Spotmarkt ein. Seit Frühjahr 2010 gelten für die Verträge allerdings nur noch quartalsweise festgeschriebene Preise, die als Durchschnittswert aus den Sportmarktkursen der Vorquartals gebildet werden. Zuvor gab es jahrzehntelang Jahresverträge, was den Stahlherstellern eine grössere Planungssicherheit gab.
enl/nmu/tw

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