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Tote bei Angriff in Gaza – Israel: Hamas-Kommandeure Ziel

Keystone-SDA

Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen. Israels Armee teilte mit, sie habe mehrere Kommandeure der islamistischen Terrororganisation Hamas im Viertel Al-Schati in der Stadt Gaza ins Visier genommen. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant.

(Keystone-SDA) Mitarbeiter des für die Opfer zuständigen Schifa-Krankenhauses teilten mit, es habe auch mehrere Verletzte gegeben. Zur Identität der Toten und Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Palästinensischen Angaben zufolge soll Israels Armee ein Café am Hafen in der Stadt Gaza im Norden des Gebiets getroffen haben. Israels Armee bestätigte das auf Anfrage zunächst nicht.

Die Angaben beider Seiten liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe, es kommt aber immer wieder zu tödlichen Angriffen. Lokalen Medienberichten zufolge hat Israel bis vor einigen Tagen auf US-Druck hin von gezielten Angriffen auf Hamas-Mitglieder im Gazastreifen abgesehen.

USA bemühen sich um Kompromiss bei Gaza-Plan

US-Unterhändler Jared Kushner war zuletzt in der Region zu Besuch, um einen Kompromiss bei der Umsetzung eines Gaza-Plans zu erreichen, der unter anderem die Abgabe von Waffen der Hamas und ein Ende aller Kampfhandlungen im Gaza-Krieg vorsieht. Er traf sich unter anderem mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der den von Washington unterstützten Plan bislang abgelehnt hat.

Streit gibt es unter anderem darüber, dass die der Hamas übergebenen Waffen eingelagert und unter palästinensischer Kontrolle bleiben sollen. Israel fordert dagegen eine komplette Entfernung der Waffen aus dem Küstenstreifen. Die Regierung befürchtet, sie könnten der Hamas sonst wieder in die Hände fallen.

Ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter sagte jüngst, dass Israel weiterhin auf die «Handlungsfreiheit» seiner Armee mit Blick auf gezielte Tötungen in dem Küstenstreifen bestehe. Dies betreffe sowohl unmittelbare Bedrohungen der Streitkräfte als auch die «Ausschaltung» von Terroristen, die am Massaker im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen seien.

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