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Trendiges Einkaufen: Coop Railshop und Migros Online Shopping

Am Computer des Railshops kann man gratis mailen, SMS senden oder im Internet surfen.

(Coop)

Die beiden Schweizer Grossverteiler Coop und Migros passen sich neuen Einkaufstrends an. Coop führt einen Railshop, und bei der Migros gibt es das Online Shopping. Beide Angebote richten sich an ein modernes Publikum und sind nach neusten Zahlen ein Hit.

Europas erster Einkaufswagen auf Schienen

Der Coop Railshop ist Europas erster Einkaufswagen auf Schienen. Die Idee für das Projekt kam Rudolf Burger, Direktor von Coop Aargau, bei den Vorbereitungsarbeiten für die neuen "Coop Pronto"-Shops. Diese sollen an stark frequentierten Orten, zum Beispiel Bahnhöfen, verwirklicht werden und jede Menge Umsatz bringen.

Der Coop Railshop dient hingegen in erster Linie dem Image von Coop. Die Kundschaft des Ladens auf Schienen sind Berufstätige, Pendler, Ausflügler und auch Schülerinnen und Schüler. Das Railshop-Sortiment umfasst rund 850 Artikel des täglichen Bedarfs von Teigwaren bis zu WC-Papier - und bietet sogar einen Internet-Anschluss an.

Der Coop Railshop verkehrt von Montag bis Freitag zwischen Bern und Zürich. Von Tag zu Tag kämen mehr Stammkunden, sagt Railshop-Leiter Karl Kaiser. Und diese legten ein Kaufverhalten wie im Supermarkt an den Tag: Oft konsumierten sie für über 100 Franken.

Migros online

Auch die Migros bietet seit jüngerer Zeit Trendiges an: Das Online Shopping. Via Internet können die Kunden die gewünschte Ware bestellen, die ihnen dann per Camion-Sammelfahrt nach Hause geliefert wird.

In einigen Grossbetrieben konnte Migros Online Shopping sogenannte Firmen-"Pick ups" einrichten: Sammelstellen, an denen die Mitarbeiter die via Internet bestellten Produkte mit nach Hause nehmen können. Das Online Shopping ist keine Konkurrenz zu den Migros-Läden, denn mit dem neuen Vertriebstyp soll gezielt ein differenziertes Publikum angesprochen werden.

1999 erzielte Migros Online Shopping einen Umsatz von 4 Mio. Franken. Nach Angaben von Online Shopping-Leiter Mathias Keller gehen an einem Spitzentag bis zu 350 Bestellungen via Internet ein.

Der "Klassiker"

Und dann ist da noch der "Klassiker", der Migros-Wagen. Er stammt aus dem Jahr 1925 und war eine Idee des Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler. Und diese Migros-Wagen, die entlegene Orte und auch Stadtquartiere versorgten, gibt es heute immer noch; allerdings nur noch in den drei Grossregionen Tessin, Bern und Zürich.

Obwohl die Migros-Wagen seit Jahrzehnten stark defizitär sind, führt sie der Konzern weiterhin - als Imageträger und aus sozialen und politischen Gründen, wie die Migros sagt.

Jean-Michel Berthoud

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