Tsunami-Warnung nach schweren Erdbeben vor Indonesien
(Keystone-SDA) Jakarta – Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat die Provinz Papua im Osten Indonesiens erschüttert. Dabei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Eine Mutter und ihr Kind starben, als ihr Haus auf der kleinen Insel Yapen einstürzte, teilte ein Polizeisprecher mit.
Durch das Beben sind rund 150 Häuser beschädigt worden und eine Kirche eingestürzt. Eine Tsunami-Warnung hoben die Behörden nach einer Stunde wieder auf.
Die Behörden seien immer noch dabei, genaue Angaben über die Schäden durch das Erdbeben zu sammeln, sagte der örtliche Polizeichef Deny Siregar. Die Insel Yapen, auf der rund 75’000 Menschen leben, war offenbar am schwersten betroffen.
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) hatte das Beben, das sich um 12.16 Uhr Ortszeit (5.16 Uhr MESZ) ereignete, die Stärke 7. Ausserdem hätten sich mehrere Nachbeben von einer Stärke über 6 ereignet.
Die geophysikalische Behörde von Indonesien gab die Stärke des Erdbebens mit 7,1 an. Das Epizentrum lag demnach etwa 100 Kilometer vor der dünn besiedelten Insel Biak im Norden von Yapen, das Beben ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern.
Bei der Bevölkerung auf Yapen und benachbarten Inseln habe das Beben Panik ausgelöst, sagte Polizeichef Siregar. In Biak flüchteten sich die Menschen aus Angst vor einem Tsunami auf Anhöhen.
Die Erschütterungen waren nach offiziellen Angaben auch in Manokwari, der Hauptstadt der indonesischen Provinz West-Papua, zu spüren. Menschen rannten in Panik auf die Strassen. Manokwari liegt etwa 250 Kilometer westlich der Insel Biak.
Das indonesische Archipel liegt auf dem so genannten pazifischen Feuergürtel mit besonders starker seismischer Aktivität. Auf der indonesischen Insel Sumatra waren im September vergangenen Jahres bei einem Beben der Stärke 7,6 mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen.