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Uno-Hochkommissar ist gegen Sonderstatus für Klimaflüchtlinge

Der Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hält einen Sonderstatus für Klimaflüchtlinge nicht für zielführend. Der Begriff "Flüchtling" könne dadurch ausgehöhlt werden. (Archivbild) KEYSTONE/ANTHONY ANEX sda-ats

(Keystone-SDA) Ein Sonderstatus für Klimaflüchtlinge ist nach Ansicht des Uno-Hochkommissars für Flüchtlinge, Filippo Grandi, nicht nötig. Darüber verhandeln zu wollen hiesse, die Büchse der Pandora zu öffnen.

Der Begriffe «Flüchtlinge» liefe Gefahr, ausgehöhlt zu werden, sagte Grandi in einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps». Käme ein Sonderstatus für Klimaflüchtlinge auf den Tisch, wäre dies im derzeit ungünstigen internationalen Kontext gefährlich.

Es gebe bereits eine Konvention über die Rechtsstellung von Flüchtlingen, in der sehr gut definiert sei, wie der internationale Schutz aussehen sollte. Flüchtlinge, die aus klimatischen Gründen vertrieben worden seien, liessen sich dort mit erfassen.

Die mit dem Klima verknüpften Themen seien komplex. Es handle sich dabei auch um Ressourcenprobleme. Der Mangel an Ressourcen sei seinerseits Auslöser zahlreicher Konflikte. Die Abgrenzung von Personen auf der Flucht und Klimaflüchtlingen sei schwierig.

Der Klimawandel sei mehr als eine rein wissenschaftliche Abstraktion, gestand Grandi ein. Er umfasse den gesamten Globus und löse natürlich auch Flüchtlingsbewegungen aus. Er hoffe, dass der Weltklimagipfel in Glasgow Massnahmen zum Klimaschutz treffe.

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