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Webrankings - Firmen-Schönheitswettbewerb?

Platz für Nicht-Business-Infos: Die UBS-Homepage gewährt auch Einblicke in ihre Kunst-Kollektion. swissinfo.ch

Der Auftritt eines Unternehmens im World Wide Web ist zur wichtigen Visitenkarte für das grosse Publikum geworden.

Dieser Inhalt wurde am 10. Januar 2005 - 15:24 publiziert

Die Netzauftritte vieler Schweizer Firmen schneiden im internationalen Vergleich gut ab.

Für recherchierende Finanz- und Wirtschaftsjournalisten, Anleger und Akademiker stellen die Internetauftritte von Firmen eine wichtige Informations- und Datenquelle dar.

Der Wettlauf grosser Firmen um bessere Webauftritte ist im Gang und damit auch die Kür für die Webrankings.

Das schwedische Beratungsunternehmen Hallvarsson & Halvarsson untersucht und qualifiziert seit Jahren die Internetauftritte der 157 grössten europäischen Firmen.

In der Spitzengruppe der besten 21 Unternehmen hat die UBS im Jahr 2004 mit 77,5 von 100 möglichen Punkten den 7. Platz erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr hat die UBS allerdings drei Plätze verloren.

Hallvarsson & Halvarsson testet Schweizer Firmen

Zum ersten Mal hat Hallvarsson & Halvarsson für die Schweiz ein spezielles Ranking der 30 Firmen mit der grössten Börsenkapitalisierung erstellt. Auch im nationalen Webranking liegt die UBS an der Spitze.

Auf den nächsten Plätzen folgen Swisscom (70,75 Punkte) und Nestlé (67,75 Punkte). Im Mittelfeld befinden sich Geberit, Clariant (55,75 Punkte) und Ciba (55,50 Punkte). Unterdurchschnittlich positionieren sich Swatch (39,50 Punkte), Kühne & Nagel (33,75) und Pargesa (30,75 Punkte).

Rund 150 europäische Analysten, Investoren und Wirtschaftsjournalisten testen die Webauftritte der Firmen anhand von 111 Kriterien.

Besonders wichtig für die Beurteilung eines Webauftritts sind gemäss Hallvarsson & Halvarsson die Jahresberichte, der Zugang zum Firmenarchiv, die Qualität der Corporate Governance, die Interaktivität des Webauftritts, die Nutzerführung, die Suchfunktionen sowie das Layout der Webseiten.

Wer nicht zulegt, fällt im Ranking nach hinten

Hallvarsson & Halvarsson hat den Raster der Qualitätskriterien im Verlauf der Jahre verfeinert und kommt zum Schluss, dass eine Punktzahl von 50 als "akzeptabel" erachtet werden kann.

Firmen, die den Webauftritt nicht ständig erneuern, fallen im Ranking nach hinten, weil die Möglichkeiten der Webkonstruktionen sich rasch verändern. Neun der dreissig untersuchten Schweizer Firmen liegen unterhalb der kritischen Wertung von 50 Punkten; unter anderen Schindler, Adecco, SGS und Atel.

Gemäss Hallvarsson & Halvarsson werden die Daten verschiedener Schweizer Firmen im Netz nicht rasch und gründlich genug aktualisiert.

Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Experten aus Schweden auch bei der Darstellung und der Transparenz der Dividendenpolitik. Weiter halten sie fest, dass Schweizer Firmen Nachholbedarf bei der Kommunikation von Transaktionen von Aktien haben.

Schweizer Netzauftritte gut - Skandinavier sind besser

Im europäischen Vergleich schneiden die getesteten Schweizer Firmen mit ihren Internetauftritten gut ab. Siegerin im internationalen Webranking ist Svenska Cellulose mit 89 Punkten.

In der Spitzengruppe der 157 Unternehmen sind 15 skandinavische Firmen vertreten. In einer zweiten Staffel folgen 31 deutsche und Schweizer Unternehmen. Am Schwanz der internationalen Liste liegen 7 russische Firmen.

Hallvarsson & Halvarsson nennt drei Gründe, warum die nordischen Webauftritte überdurchschnittlich gut abschneiden.

Die Informationskultur im Finanzbereich sei im Norden traditionell offen. Sehr viele Skandinavier hielten Aktien oder investierten in Fonds, was eine Nachfrage nach transparenten Finanzinformationen auslöse. Der regelmässige Einsatz des Internets im Verkehr mit Börsenmaklern sei sehr hoch.

RAS und REPSOL mit spektakulären Verbesserungen

Die spektakulärsten Qualitätssprünge haben die italienische RAS und die spanische REPSOL gemacht. RAS hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Webranking von der Position 63 auf Position 5 verbessert. REPSOL ist von 136 auf den 6. Platz aufgestiegen.

Nach der legendären Dotcom-Krise und den happigen Börsenverlusten der späten neunziger Jahre legen immer mehr Unternehmen grossen Wert auf einen gepflegten, benutzerfreundlichen und qualitativ hoch stehenden Internet-Auftritt und lassen sich ihre Visitenkarte im Netz auch immer mehr kosten.

swissinfo, Erwin Dettling

Fakten

Internationales Ranking, bestes Resultat je Region:
Nordische Länder & Deutschland: Swedish Match AB
Schweiz: UBS
Grossbritannien, Irland: British American Tobacco
Italien, Spanien, Portugal: RAS
Frankreich, Holland, Belgien: TPG
Russland: Yukos

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