Wegen Krebspest: Aargau erweitert Sperrgebiet in der Wyna
Die Krebspest an der Wyna hat sich weiter ausgebreitet. Deshalb erweitert der Kanton Aargau das seit Herbst 2025 bestehende Sperrgebiet: Es umfasst neu den ganzen Flusslauf der Wyna von der Grenze zum Kanton Luzern bei Menziken bis zur Mündung in die Suhre in Suhr.
(Keystone-SDA) Das Sperrgebiet soll die einheimischen Flusskrebse schützen und eine weitere Ausbreitung der Tierseuche verhindern, wie der Kanton Aargau in einer Medienmitteilung vom Mittwoch schrieb.
Im Sperrgebiet gelten nun diverse Regeln: Man darf den Fluss nicht betreten – auch Hunde nicht. Ausserdem darf man keine Krebse aus der Wyna an andere Orte bringen oder Krebse darin aussetzen.
Die Tierseuche wird durch einen pilzähnlichen Erreger verursacht. Für einheimische Flusskrebse wie den Edelkrebs endet eine Infektion fast immer tödlich. Infizierte Flusskrebse bilden gemäss Medienmitteilung grosse Mengen Sporen des Erregers und können so gesunde Tiere in der Nähe anstecken.
Die Sporen blieben auch im Wasser viele Tage ansteckend. Eine Weiterverbreitung sei auch indirekt möglich, beispielsweise durch feuchte Angelgeräte oder Stiefel oder durch badende Personen oder Tiere.
Letztes Jahr wurden an der Wyna mehrere befallene Edelkrebse gefunden. Damals hatte der Kanton im betroffenen Abschnitt ein Sperrgebiet eingerichtet.