Optimismus für Freihandels-Abkommen mit China

Die Schweiz und China haben am Montag vereinbart, eine Machbarkeitsstudie für ein Freihandelsabkommen durchzuführen. Sie sei sehr zuversichtlich, dass die Ergebnisse der Arbeitsgruppen für ein Abkommen sprechen würden, sagte Bundesrätin Doris Leuthard.

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2009 - 16:12 publiziert

Die Studienergebnisse sollen bis Ende 2010 vorliegen, wie Leuthard anlässlich der Unterzeichnungs-Zeremonie mit dem chinesischen Handelsminister Chen Deming im Rahmen der 7. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf erläuterte.

Die Machbarkeitsstudie wird die Dossiers beurteilen, über welche verhandelt werden soll, etwa Güterzölle, die Liberalisierung von Dienstleistungen oder Investitionen, sagte die Wirtschaftsministerin.

Wenn die Beteiligten ambitiös blieben, aber zugleich Realismus anwendeten, könnten Verhandlungen Ende des Jahres 2010 aufgenommen werden, so Leuthard.

China ist für die Schweizer Wirtschaft der viertwichtigste Exportmarkt, 2008 erreichte das bilaterale Handelsvolumen 11 Mrd. Dollar (+8,8% zum Vorjahr).

Der gemeinsame Handel biete viel Potential, obwohl der Warenaustausch im laufenden Jahr wegen der Krise gesunken sei, betonte Deming. China habe bereits 16 Freihandelsabkommen mit verschiedenen Ländern und Regionen abgeschlossen.

Leuthard wird als Bundespräsidentin China im 2010 zwei Mal besuchen: Im Februar wird sie an die erste Zusammenkunft der Arbeitsgruppe reisen. Die zweite Reise dient einem Besuch an der Weltausstellung in Shanghai Anfang August.

2010 feiern die Schweiz und China 60 Jahre bilaterale Beziehungen.

Leuthard hat am Montag die dreitägige Ministerkonferenz der WTO mit einem Appell gegen Protektionismus und für offene Märkte eröffnet. Weiter ermahnte sie die Vertreter der 153 WTO-Staaten an das gemeinsame Ziel, die Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels im 2010 erfolgreich zu beenden.

swissinfo.ch und Agenturen

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