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Schweizer Geschäftsmann in New York verhaftet

Ein Schweizer Geschäftsmann ist am Mittwoch in New York von FBI-Agenten verhaftet worden. Der ehemalige Bankier aus Lugano steht im Verdacht, in Betrügereien der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta verwickelt zu sein. Italien fordert seine Auslieferung.

Der Schweizer wollte am Flughafen JFK in ein Flugzeug nach Zürich steigen, als er von der US Polizeibehörde FBI verhaftet wurde. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Freitag unter Berufung auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bologna berichtete, soll der Tessiner für die 'Ndrangheta Geld gewaschen und Steuern hinterzogen haben.

Der Schweizer soll bei der Gründung mehrerer mafiöser Gesellschaften eine führende Rolle gespielt haben. Die Firmen investierten Gelder aus kriminellen Machenschaften kalabrischer Clans in den Kauf von Informatikmaterial. Mittels gefälschter Rechnungen forderten sie dann die Mehrwertsteuer zurück.

Der Mann war Direktor der UBS-Filiale in Monte Carlo (Monaco), wie dem Handelsregister zu entnehmen ist. Seine Verhaftung erfolgte nur wenige Tage nach der Festsetzung von fünf in Norditalien wohnhaften Kalabrier.

Das FBI machte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA am Freitag keine weiteren Angaben zum Fall. Die Ansa berichtete, die Formalitäten für eine Übergabe an die italienischen Behörden hätten bereits begonnen.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte bislang keine Kenntnisse von der Verhaftung. Das Generalkonsulat in New York kläre den Fall nun aber ab, sagte eine EDA-Sprecherin auf Anfrage. Falls der Verhaftete tatsächlich Schweizer ist, kann er konsularischen Schutz beantragen.

swissinfo.ch und Agenturen


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