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CERN stösst ins Herz der Materie vor

Arbeit im CERN. Keystone Archive

Dem Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik (CERN) in Genf ist es nach zehnjähriger Arbeit gelungen, den winzig kleinen Unterschied zwischen Materie und Antimaterie aufzuzeigen. Damit kann bewiesen werden, dass das Universum ausschliesslich aus Materie zusammengesetzt ist.

Weshalb eigentlich besteht das Universum aus Galaxien, Sternen und gar uns Menschen, anstatt bloss ein riesiger leerer Raum zu sein? Sogar die Physiker konnten sich bis heute das alleinige Vorhandensein von Materie nur schlecht erklären. Sie vermuteten, dass beim Urknall vor 15 Milliarden Jahren zu gleichen Teilen Materie und Antimaterie entstanden war. Folglich hätten Materie und Antimaterie einander eliminieren müssen.

Die Forscher wollten nun wissen, welchen Mechanismus Materie und Antimaterie wirklich auslösten, um das Universum zu bilden. Nach bereits früheren Hinweisen habe man die Antwort nun im verschwindend kleinen Unterschied zwischen Materie und Antimaterie gefunden, teilte das CERN am Montag (14.05.) mit.

Um diese Erkenntnisse zu sichern, untersuchten die Fachleute des CERN sowie verschiedene europäische Universitäten den Zerfall von winzig kleinen Kaon-Neutronen-Partikeln, von kleinen Teilchen eines Atoms also. Dabei konnte ein heftiger Zerfall der Ladung beobachtet werden, was das Vorhandensein von Materie nun klar erklären lässt.

Dem CERN, das seinen Sitz in Genf hat, gehören 20 europäische Staaten an, darunter auch die Schweiz. Russland, Israel, Japan, die Türkei die USA sowie die UNESCO haben Beobachterstatus.

swissinfo und Agenturen

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