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Expo.02: Wenger und Heller wollen weiter für die Landesausstellung arbeiten

Die verbliebenen Expo-Direktoren Nelly Wenger und Martin Heller (Bild) haben zu den Bedingungen des Bundesrates für die Durchführung der Landesausstellung im Jahr 2002 Stellung bezogen. Beide Direktoren wollen im Amt bleiben - zumindest bis Ende Jahr.

Die verbliebenen Expo-Direktoren Nelly Wenger (technische Direktorin) und Martin Heller (künstlerischer Direktor) haben am Mittwoch (06.10.) zu den Bedingungen des Bundesrates für die Durchführung der Landesausstellung im Jahr 2002 Stellung bezogen. Beide Direktoren wollen trotz den ‚harten Bedingungen‘ der Regierung im Amt bleiben, knüpfen ihr weiteres Engagement aber an bestimmte Auflagen.

Heller und Wenger legten an einer Medienorientierung in Neuenburg ihre Sicht der Expo-Dinge dar. Martin Heller formulierte im Namen der Expo-Leitung die Bedingungen, unter denen er und auch Wenger bereit sind, bis Ende 1999 all ihre Kräfte zu mobilisieren.

Als erstes hielt er fest, dass das Konzept der um ein Jahr hinausgeschobenen Landesausstellung identisch sein müsse mit jenem der Expo.01. ‚Wir lassen uns nicht auf eine gravierende Konzeptänderung ein‘, fügte er bei. Das Sparpotenzial im Projekt selber liege, wie schon der Hayek-Bericht gezeigt habe, bei 50 Millionen Franken und nicht wie von der Regierung gefordert bei 290 Millionen Franken. Eine allfällige Reduktion der Zahl der Arteplages würde laut Heller eine absolute Zerstörung des inhaltlichen Gebäudes der Expo darstellen.

Als zweiten Punkt erwähnte Heller die vakanten Posten in der Generaldirektion, die auf möglichst hohem Niveau komplettiert werden müssten. Er wandte sich gegen die Besetzung einer Interims-Generaldirektion und wies darauf hin, dass die technische Direktorin Wenger diese Funktion bereits bekleide. Zudem wäre es laut Heller unlogisch, jemanden für dieses Amt einzuarbeiten, der ihm und Wenger dann noch für die letzten zwei Wochen des Jahres effektiv behilflich sein könnte. Für die operativ tätige Direktion sei insbesondere unabdingbar, dass die Kommunikation mit dem Bundesrat wesentlich verbessert werde. So müsse die Information besser fliessen, um in kurzer Zeit reagieren zu können, im weiteren müssten die ungenügende Bundesvertretung und die bundeseigenen Projektorganisation überarbeitet werden.

Nelly Wenger bezeichnete die bevorstehende Zeit bis Ende Jahr als ‚Test der nationalen Flexibilität‘. Die Expo-Leitung werde keine Stunde verlieren, um sich mit ganzer Kraft an die Lösung der anstehenden Aufgaben zu machen. Das Team stehe vor eigentlicher ‚Galeerenarbeit‘ und brauche vor allem Ruhe.

SRI und Agenturen

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