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Feuerwehren fordern mehr Sicherheit in Tunnels

Der Schweizerische Feuerwehrverband will vermehrt mitreden, wenn es um die Tunnelsicherheit geht. Keystone

Der Schweizerische Feuerwehrverband (SFV) fordert, dass die Tunnels in der Schweiz sowohl für Benützer als auch für die Rettungskräfte sicherer gemacht werden. An einer Tagung in Bern verabschiedete der SFV eine entsprechende Resolution.

Der Feuerwehrverband fodert darin «gezielte Massnahmen, damit die Sicherheit der Benützer von Tunnels und Stollenanlagen gewährleistet werden kann».

Die Resolution sei ein «Hilfeschrei» der Feuerwehren, sagte SFV- Zentralpräsident Walter Egger vor den Medien. Bei Planung und Bau von Tunnels würden viele Kreise miteinbezogen, an die Feuerwehr denke man aber nicht. Er empfinde es als «stossend», dass in dieser so wichtigen Frage wie Brandschutz die Feuerwehren nicht konsultiert würden, erklärte Egger weiter.

Handeln bevor es brennt

Der SFV appelliert an die Gesetzgeber und die Betreiber von Strassen- und Eisenbahntunnels, hier die erforderlichen Massnahmen zu treffen, «ohne zu starke und einseitige Gewichtung der ökonomischen Aspekte»; also die Sicherheit nicht zu Gunsten der Kosten zu vernachlässigen.

Der SFV sei sich bewusst, dass seine Forderungen mit hohen Kosten verbunden seien. Doch, fügte Egger an, man «muss sich auch überlegen, was ein Menschenleben wert ist.»

Bauliche Massnahmen

Baulich müssten Tunnels so konzipiert sein, dass sich Benutzer im Notfall schnell selbst in Sicherheit bringen können. Über solche Rettungs- oder Parallelstollen können dann auch die Rettungskräfte gezielt intervenieren. Weiter fordert der SFV hitzebeständige Lüftungseinrichtungen, ausereichende Notbeleuchtungen und eine leistungsfähige Wasserversorgung.

Bessere Ausrüstung

Neben baulichen und technischen Massnahmen betont der SFV auch die Notwendigkeit einer ausreichenden Ausrüstung der Feuerwehren. Nur so könnten sie ihren Auftrag erfüllen. Der SFV sei bereit, akzeptable Riskiken einzugehen. Aber diese müssten auf ein Minium reduziert werden.

Zusammenarbeit aller

Um die Sicherheit in Tunnels zu erhöhen, brauche es die Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte, betonte Walter Steiner, Betriebsleiter des Gotthard-Strassentunnels. «Alle müssen sich engagieren», um die Risiken in Tunnels im Griff zu behalten, sagte Steiner.

Dies sei umso wichtiger, als die Risiken ständig zunehmen würden. «Bis ins Jahr 2015 wird es in der Schweiz 280 Kilometer Autobahn-Tunnel geben».

swissinfo und Agenturen

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