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Für die Rechte der Frauen

Die Rechte der Frauen stehen im Mittelpunkt der Uno-Frauenkonferenz. http://www.un.org/womenwatch/daw/followup/beijing+5.htm

Fünf Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking wollen sich Delegationen aus 188 Staaten an der Uno-Frauenkonferenz in New York (05.-09.06.) für eine schnellere Umsetzung der damals beschlossenen Ziele einsetzen. Mit dabei ist auch die Schweiz.

Zu den strittigsten Fragen der Konferenz in New York zählen ähnlich wie schon 1995 in Peking sexuelle Rechte für Frauen, sexuelle Aufklärung Jugendlicher und die Definition von Familie.

Menschenrechts- und Frauenorganisationen äusserten die Befürchtung, die in Peking erreichten Ziele könnten ins Gegenteil verkehrt werden.

Auch fünf Jahre nach Peking bleibt noch viel zu tun

Die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Mary Robinson, sagte kurz vor Beginn der Konferenz, es sei schwer, die Beschlüsse von Peking einzuhalten.

Der Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Pierre Sane, warf Algerien, Libyen, Iran, Pakistan und dem Vatikan vor, sich bei den Verhandlungen über ein Abschlussdokument destruktiv zu verhalten.

Die Direktorin des Uno-Entwicklungsfonds für Frauen (Unifem), Noeleen Heyzer, sagte, bei der bis Freitag (09.06.) dauernden Konferenz sollten auch die Fortschritte der vergangenen fünf Jahre gewürdigt werden. So seien die Bildungsunterschiede und die Unterschiede in der Gesundheitsfürsorge zwischen Mädchen und Jungen zurückgegangen.

Bis zum Ende der Tagung werden etwa 200 Redner erwartet, darunter auch die Ehefrau des amerikanischen Präsidenten, Hillary Clinton.

Die Ergebnisse von Peking

In Peking hatten sich die Delegierten darauf verständigt, gesetzlich für eine Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft zu sorgen, Mädchen die gleiche Ausbildung zukommen zu lassen wie Jungen sowie Frauen in Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft einzusetzen.

Sie gestanden den Frauen erstmals das Recht zu, über ihre Sexualität und Familienfragen selbständig zu entscheiden. In einer abschliessenden Erklärung wollen die Länder sich noch einmal zu den Zielen von Peking und deren Umsetzung bekennen.

Die Bemühungen der Schweiz

Die Standpunkte der offiziellen Schweiz werden in New York vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann vertreten.

Die Schweizer Regierung hat bereits im März 1999 einen Aktionsplan verabschiedet für die Gleichberechtigung der Frauen verabschiedet. Der Aktionsplan will die bisherigen Bemühungen um Anerkennung und Anwendung aller Grundrechte der Frauen weiterführen und verstärken.

Sein Ziel ist es insbesondere, den gleichen Zugang und die volle Teilhabe der Frauen an Macht- und Entscheidungspositionen auf allen Ebenen zu fördern, die berufliche Gleichstellung von Frau und Mann zu verwirklichen, Präventions- und Interventionsprogramme gegen Gewalt an Frauen zu entwickeln und die Chancen- und Resultatgleichheit in der Erziehung und Ausbildung von Mädchen und Knaben sicherzustellen.

Des weiteren sieht der Aktionsplan die Sammlung, Analyse und Verbreitung von nach Geschlecht aufgeschlüsselten Statistiken und qualitativen Studien vor und will die Verbreitung eines nicht-stereotypen und gleichberechtigten Frauen- und Männerbildes durch die Medien fördern.

swissinfo und Agenturen

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