Heftige Regenfälle überschwemmen Ostschweizer Strassen
Heftige Regenfälle mit Überschwemmungen und Erdrutschen haben am Sonntag (06.08.) vor allem in den Kanton St. Gallen und Graubünden zu Verkehrs- Behinderungen geführt. Auch in der übrigen Schweiz änderte sich wenig am Bild eines verregneten Sommers.
In der Ostschweiz überfluteten am Sonntagmorgen hochgehende Bäche oder nicht abfliessendes Wasser wichtige Strassen. So musste wegen Hochwasser die A13 in beiden Richtungen zwischen Maienfeld (GR) und Bad-Ragaz (SG) gesperrt werden.
Zu Behinderungen kam es weiter auf der A3 zwischen Sargans und Flums (SG), wo ein Bach die niedergegangenen Regenmassen nicht mehr schlucken konnte. Ein Teil des Wassers floss auch noch am Nachmittag auf die Fahrbahn. Es kam zu Staus von bis zu sechs Kilometern Länge.
Im Toggenburg, im St. Galler Rheintal und im nördlichen Teil des Kantons Graubünden mussten zudem weitere Strassen wegen Hochwasser und Erdrutschen gesperrt werden. Die Feuerwehren mussten auch zahlreiche Keller auspumpen. Zahlreiche Flüsse in der Ostschweiz führten Hochwasser.
Regen auch in der übrigen Schweiz
Vor allem in der Ostschweiz hatte es von Samstag auf Sonntag die ganze Nacht hindurch geregnet; der Regen hielt danach noch bis in den Abend an. Das Maximum an Niederschlag innert 24 Stunden mass die MeteoSchweiz in Vaduz (Fürstentum Liechtenstein) mit 84 Liter pro Quadratmeter. Es folgten Engelberg (OW) mit 78 und St. Gallen mit 71 Liter pro Quadratmeter.
Aber auch in der übrigen Schweiz wollten wenig Sommergefühle aufkommen. Nach Angaben der MeteoSchweiz gab es in allen Gebieten Niederschlag. Am glimpflichsten kamen noch das Tessin und das Wallis davon. Beide erhielten am Samstag und Sonntag doch mehrere Stunden Sonne bei rund 22 Grad.
Auch Basel sah am Sonntag einige zaghafte Sonnenstrahlen und 22 Grad. Ansonsten musste sich die ganze Alpennordseite mit 15 bis 17 Grad zufrieden geben. Die Schneefallgrenze lag zwischen 2’500 und 3’000 Metern, womit Pässe wie der Flüela und Albula schneebedeckt waren.
Früher Rückreiseverkehr aus dem Süden
Wider Erwarten ruhig ging es am Sonntag vor dem Gotthard-Südportal zu. Mit 5 Kilometer Stau erreichten die Blechschlangen gegen 15.00 Uhr ihr Maximum. Von Donnerstag bis Samstag hatte der Touring Club der Schweiz zwischen Quinto und Airolo nachmittags jeweils zehn Kilometer gemessen.
Damit schienen die aus dem Süden Heimkehrenden dieses Mal auf eine verfrühte Rückkehr zu setzen. Zu Ende gingen die Ferien in mehreren deutschen Bundesländern sowie in Dänemark.
swissinfo und Agenturen
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