Jäger unterstützen Ansiedlung von Raubtieren
Jäger unterstützen grundsätzlich die Wiederansiedlung von Grossraubtieren. An der Internationalen Jagdkonferenz vom Donnerstag bis am Samstag (17.05. bis 19.05.) in Luzern nannten Jagdverbände die aus ihrer Sicht notwendigen Voraussetzungen.
Um Bären, Wölfe und Luchse wieder anzusiedeln, müssten drei Bedingungen erfüllt sein, die der WWF schon vor 25 Jahren gestellt habe, teilte der Allgemeine Schweizerische Jagdschutzverband als Veranstalter der Konferenz mit. So müssten die Gründe, die zum Verschwinden der Tiere geführt hatten, beseitigt sein.
Zudem müssten die Lebensräume den Ansprüchen der Tiere genügen und Populationen zulassen, die sich selbst zu tragen vermögen. Und schliesslich müssten Verhütung und Vergütung allfälliger Schäden gesichert sein.
Natürliche Zuwanderung ist besser
Die in der Internationalen Jagdkonferenz zusammengeschlossenen Jagdverbände wiesen weiter darauf hin, dass künstliche Bestandes- Aufstockungen oder Umsiedlungsaktionen in Ausnahmefällen sinnvoll sein könnten. So etwa zur Sicherung oder zur Vernetzung bestehender Populationen wie kürzlich beim Luchs in der Schweiz.
Die natürliche Zuwanderung von Grossraubtieren sei aber gegenüber der künstlichen Ansiedlung vorzuziehen, heisst es in der Mitteilung. Die Zunahme der Waldfläche und die gegenüber früher angewachsenen Schalenwild-Bestände böten den fleischfressenden Wildtieren bessere Lebensbedingungen.
Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Raubtiere die ihnen zusagenden Lebensräume auch ohne künstliches Zutun früher oder später besetzten. Der Internationalen Jagdkonferenz gehören Jagdverbände aus der Schweiz, aus Liechtenstein, Deutschland, Österreich, Benelux und Südtirol an.
swissinfo und Agenturen
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