Lötschberg-Basistunnel: Erste Bohrmaschine ist bereit
Die Bohrarbeiten für den Lötschberg-Basistunnel im Wallis können beginnen. Am Freitag (22.09.) wurde die erste grosse AlpTransit-Tunnelbohr-Maschine vorgestellt, die am 2. Oktober im Berg verschwindet.
Gebaut wurde die Maschine im deutschen Schwanau. Sie ist 142 Meter lang und hat einen Bohrkopf-Durchmesser von 9,4 Metern. «Im Schnitt werden wir 17 bis 20 Meter Tunnel pro Arbeitstag vortreiben», sagte Bernhard Schleich, Gesamtprojektleiter der Unternehmen am Freitag vor den Medien.
Die Bohrmaschine im Wert von 22,5 Mio. Franken wird ab dem 2. Oktober eingesetzt und soll rund neun Kilometer in den Felsen eindringen. Sie wird dort benutzt, wo die geologischen Bedingungen homogen sind. Der Rest des Tunnels wird gesprengt.
Gegen Ende des Jahres 2002 soll das Zusammentreffen mit den Mineuren anstehen, die den Tunnel vom Fensterstollen Ferden her sprengen. Der Fensterstollen ist bereits am 18. September auf der Höhe des Basistunnels angelangt.
Laut Schleich werden in der Baustelle bei Steg 120 Personen arbeiten. Zusammen mit jenen bei Los Raron beschäftigt die Firma Matrans insgesamt rund 300 Arbeiter. Das Portal in Steg wurde am Freitag gesegnet und unter den Schutz der heiligen Barbara, der Patronin der Bergleute, gestellt.
Im Januar 2001 wird die zweite Tunnelbohrmaschine nach Raron VS geliefert. Dort ist momentan der Bau der Portale im Gang. Der Lötschberg-Basistunnel führt von Frutigen BE nach Raron VS und wird von fünf Angriffspunkten aus gebaut.
Während die Arbeiten in Mitholz BE bereits im Herbst 1999 begannen, ist der Baubeginn in Frutigen für 2001 geplant. Der 34,6 Kilometer lange Tunnel soll 2006/2007 betriebsbereit sein. Die Kosten belaufen sich auf 3,2 Mrd. Franken.
swissinfo und Agenturen
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