Roche: Stellen-Abbau nicht ausgeschlossen
Roche-Konzernchef Humer schliesst einen Stellen-Abbau auf globaler Ebene nicht mehr aus. Zum Ausmass des Arbeitsplatz-Abbaus will Roche Ende Mai oder Anfang Juni genaue Angaben machen.
«Ich kann heute einen Stellen-Abbau auf globaler Ebene nicht mehr ausschliessen.», sagt Roche-Konzernchef Franz B. Humer in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».
Auch eine mögliche Zusammenarbeit mit Novartis schliesst Humer nicht aus: «Wir kooperieren bereits mit einer Reihe anderer Pharmafirmen, immer dort, wo es Sinn macht. Wenn sich Möglichkeiten mit Novartis ergeben, werden wir uns das anschauen.»
Er sei überzeugt, dass Novartis in diese Richtung keinen Druck ausüben werde. Die Zusammenarbeit müsse ja für beide Konzerne stimmen. «Absolut kein Thema» ist für ihn die Fusion: «Der Pool, der die Mehrheit an Roche hält, denkt im Moment nicht daran zu verkaufen.»
Auch Novartis sei an einer erfolgreichen Roche interessiert. Ausserdem sei klar gemacht worden, dass es sich um ein langfristiges Investment handle.
Neuer Finanzchef gesucht
Mehr Sorgen scheint ihm die Suche nach einem neuen Finanzchef zu bereiten. Kurz nach der Übernahme des 20-Prozent-Pakets durch Novartis hatte Humer Finanzchef Anton Affentranger umgehend entlassen. «Die beiden Ereignisse haben nichts miteinander zu tun», versichert er im Interview.
Er räumt indessen ein, dass es keinen zweiten Henri B. Meyer geben wird. Meyer, der Vorgänger Affentrangers, galt in der internationalen Geschäftswelt als Finanzgenie. «Es wird uns trotzdem gelingen, einen kompetenten Nachfolger zu finden – mit dem auch die Chemie stimmt», erklärt Humer im Interview.
swissinfo und Agenturen
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