Romandie: In der Wirtschaft sind gute Französisch-Kenntnisse gefragt
Die Kader der Unternehmen in der Westschweiz legen grossen Wert auf gute Französisch-Kenntnisse. Beim Eintritt in die Berufswelt zählt die Beherrschung der Sprache mehr als technisches Wissen. Gute Deutschkenntnisse sind eher unwichtig.
Am Donnerstag (28.12.) veröffentlichte das «PME Magazine» eine Umfrage bei 400 leitenden Angestellten von welschen Firmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wirtschaft in ihren Anforderungen an Angestellte immer noch stark von der traditionellen Schulausbildung ausgeht: Sprachen, ausser dem Französischen, und technische Kenntnisse zu Informatik, Mathematik und Buchhaltung werden wenig gewichtet.
Französisch wichtiger als Allgemeinwissen
Als wichtigste Qualifikation beim Eintritt in die Berufswelt werten die Befragten mit 50,5 Prozent die mündlichen und schriftlichen Französisch-Kenntnisse, gefolgt von Orthografie-Kenntnissen im Französischen (37,3 Prozent). Fast 70 Prozent der Befragten beurteilen das Französisch-Niveau von Schulabgängern als mangelhaft.
Auf Französisch mündlich und schriftlich folgen die technischen Kenntnisse (18,8 Prozent) und das Allgemeinwissen (16,5 Prozent). Bei den technischen Kenntnissen sprechen 54 Prozent der Kader von ungenügendem Wissen.
Englisch wichtiger als Deutsch
Die Beherrschung der englischen (4,5 Prozent) und der deutschen (4,3 Prozent) Sprache erachten die Befragten als eher unwichtig. Mehr als 80 Prozent der befragten Kader sprechen sich daher dafür aus, in der Schule mit dem Englischen als Zweitsprachen-Unterricht zu beginnen. Allerdings meint eine Mehrheit von 58,5 Prozent, dass bei den obligatorischen Fächern auf die Ausgewogenheit beider Landessprachen zu achten sei.
swissinfo und Agenturen
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