Schweizer Bevölkerung wächst um 0,6 Prozent
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz hat im letzten Jahr um 0,6 Prozent auf 7'164'000 Personen zugenommen. Der Zuwachs von 40'900 Personen ging auf einen Geburtenüberschuss sowie die Zuwanderung aus dem Ausland zurück.
Erstmals seit 19 Jahren sind 1999 die städtischen Gebiete stärker gewachsen als die ländlichen Regionen. Rund zwei Drittel der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz wohnten Ende Jahr in Städten oder Agglomerationen, wie die definitiven Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen.
Insgesamt wohnten Ende letztes Jahr 7’164’000 Personen in der Schweiz, 40’900 Personen mehr als im Vorjahr, wie das BFS am Dienstag (29.08.) mitteilte.
Davon lebten 4’839’500 Menschen in städtischen Gebieten, also in Agglomerationen oder Gemeinden, die 1990 mindestens 10’000 Einwohner hatten.
Ein Drittel der Bevölkerung lebte in den Agglomerationen der Städte Zürich, Basel, Genf, Bern und Lausanne. Diese fünf Ballungszentren wiesen einen Zuwachs von 0,7 Prozent auf, insgesamt wuchsen die städtischen Gebiete um 0,6 Prozent.
In den ländlichen Regionen nahm die Bevölkerung um 0,5 Prozent auf 2’325’000 Menschen zu. Damit lag das relative Wachstum der städtischen Gebiete erstmals seit Beginn der Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes von 1981 über jenem der ländlichen Regionen.
Zwischen 1981 und 1998 waren die städtischen Gebiete jeweils nur schwach gewachsen, während die ländlichen Gemeinden bedeutend stärker zulegten. Das seit Jahren geringe Wachstum der städtischen Gebiete ist vor allem auf Bevölkerungsverluste in den Kerngemeinden zurückzuführen.
Auch im letzten Jahr verloren die fünf grössten Städte Zürich, Basel, Genf, Bern und Lausanne zusammen noch 1’600 Einwohner, während in den an die Städte angrenzenden Gemeinden die Bevölkerung um 18’000 Personen anwuchs (plus 1,2 Prozent).
13 Kantone wiesen im letzten Jahr Zuwachsraten auf, die über dem Schweizer Mittel lagen. An der Spitze lagen Schwyz mit plus 1,4 Prozent, Zug mit plus 1,3 Prozent und Genf mit plus 1,0 Prozent.
Sechs Kantone mussten einen Bevölkerungsrückgang hinnehmen. Den stärksten verzeichnete Basel-Stadt mit minus 1,1 Prozent, gefolgt von Uri mit minus 0,4 Prozent und Jura mit minus 0,3 Prozent. Seit Ende 1990 sind die Kantone Zug (plus 15,8 Prozent), Schwyz (plus 15,5 Prozent) und Freiburg (plus 13,4 Prozent) am stärksten gewachsen.
Mehr Schweizer gestorben als geboren
Der Gesamtzuwachs der Schweiz von 40’900 Personen oder 0,6 Prozent (1998: 0,4 Prozent) ging auf einen Geburtenüberschuss sowie die Zuwanderung aus dem Ausland zurück, wie das BFS weiter schreibt.
Der Geburtenüberschuss war allerdings rückläufig, und die Geburtenzahl der Schweizer Bevölkerung sank erneut. Zum zweiten Mal seit 1998 starben mehr Schweizerinnen und Schweizer als geboren wurden. Die Zahl der Todesfälle und Geburten bei der ausländischen Bevölkerung veränderte sich kaum. Aufgrund der besseren Wirtschaftslage und des vermehrten Familiennachzugs stieg der Wanderungssaldo von plus 1’200 auf plus 1’200 Personen.
Der Zuwachs ergab sich aus der Zuwanderung von 20’900 Ausländern und der Auswanderung von 4’700 Schweizern.
Die ständige Wohnbevölkerung setzt sich aus den schweizerischen Staatsangehörigen, den ausländischen Jahresaufenthaltern und Niedergelassenen sowie den internationalen Funktionären zusammen.
swissinfo und Agenturen
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