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Schweizer Delegation besucht Zentralasien

Die Schweizer Delegation steht unter der Leitung von BUWAL-Direktor Philippe Roch. Keystone

Eine offizielle Schweizer Delegation ist am Mittwoch (21.06.) für eine Woche nach Zentralasien gereist. Ihr Ziel ist die Gründung einer neuen Stimmrechtsgruppe mit fünf zentralasiatischen Ländern beim Globalen Umweltfonds (GEF).

Während ihrer Reise wird die Schweizer Delegation unter der Leitung von Philippe Roch, Direktor des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), mit den Regierungen von Aserbaidschan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan zusammentreffen, wie das BUWAL am Mittwoch mitteilte.

Dabei soll die künftige Zusammenarbeit im GEF diskutiert sowie ein Vertrag über die Modalitäten der neuen Stimmrechtsgruppe abgeschlossen werden. Das neue “Helvetistan” soll bis Ende Jahr aktiv werden. Der Bundesrat hatte der Gründung der Stimmrechtsgruppe bereits im Oktober zugestimmt.

Der Globale Umweltfonds, dem 166 Mitgliedstaaten angehören, umfasst über 500 Projekte in 120 Entwicklungs- und Schwellenländern. Seit seiner Gründung 1991 hat er Projektfinanzierungen im Gesamtwert von über zehn Mrd. Franken gesprochen.

Am meisten Geld für Umwelt

Er ist damit die bedeutendste Geldquelle für Entwicklungsprojekte mit globalem Umweltnutzen. Die Schweiz hat seit Beginn einen festen Sitz im 32-köpfigen GEF-Rat, der die Politik des Umweltfonds bestimmt und die Investitionsentscheidungen trifft.

Die Mittel des GEF werden zur Bekämpfung der Klimaänderung, der Verschmutzung der internationalen Gewässer, des Abbaus der Ozonschicht und des Verlustes der biologischen Vielfalt eingesetzt.

Zweites Helvetistan

Die Schweiz bildet schon heute zusammen mit den fünf zentralasiatischen Ländern sowie Polen ein “Helvetistan”, das in den Entscheidungsgremien der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds sitzt. Im GEF gehört Polen bereits einer anderen Ländergruppe an.

swissinfo und Agenturen

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