SOS Storch: Vier Störche tot, acht vermisst
Mindestens vier der 25 Störche, die im Rahmen der Aktion "S.O.S Storch" mit einem Sender ausgerüstet wurden, sind auf dem Weg nach Afrika tödlich verunfallt. Acht weitere gelten als vermisst.
Drei der Weissstörche wurden Opfer eines Stromschlags, einer kollidierte mit einer Leitung. «Diese vier Tiere haben wir gefunden, acht weitere gelten als vermisst. Wir müssen davon ausgehen, dass sie ebenfalls tot sind», zieht Peter Enggist, Geschäftsführer der «Schweizerischen Gesellschaft für den Weissstorch», vorläufige Bilanz.
Einer dieser vermissten Vögel ist Walter, der Anfangs September in Oetwil am See (ZH) abhob. Er wählt die Route via Sardinien, wo er am 10. September wohlbehalten ankam. Zwischen der Mittelmeer-Insel und dem afrikanischen Festland ging er dann verloren.
Fünf Tiere sind bereits im Winterquartier in Mali eingetroffen, elf sind noch dorthin unterwegs. Die Positionen der Störche können auf der Homepage der Organisatoren mitverfolgt werden.
Ziel des Projektes, das in Zusammenarbeit mit dem naturhistorischen Museum Freiburg umgesetzt wurde, ist die Aufdeckung von Gefahrenquellen für Störche auf dem Weg in den Süden. Dazu wurden die Vögel mit einem 55 Gramm schweren Sender ausgerüstet, der den Standort des Vogels an einen Satelliten sendet.
Erste Lehren aus den übermittelten Daten kann Peter Enggist schon ziehen: «Die Anzahl der Todesfälle erstaunt uns nicht, nur jeweils ein Zehntel der Störche kommt zurück. Uns erstaunte, wie konzentriert beispielsweise die Probleme mit Stromleitungen waren.»
swissinfo und Agenturen
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