Wo in der Schweiz Kinderärzte besonders knapp sind
In der Schweiz fehlen Kinderärzte, aber nicht überall gleich stark. Eine neue Studie zeigt, warum Familien in manchen Kantonen kaum Termine finden, während andere gut versorgt sind.
(Keystone-SDA) Landesweit kommt ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin auf rund 1600 Kinder, wie die Universität Bern am Dienstag mitteilte. Während in Genf eine Vollzeitstelle auf 750 Kinder kommt, sind es in Kantonen wie Appenzell Ausserrhoden 4750 oder in Obwalden 4150 Kinder.
Als Gründe für die Engpässe identifizierte die Studie die hohe Teilzeitquote von 87 Prozent, eine grosse administrative Belastung und steigende Erwartungen von Eltern. Zudem sei die Dichte an Kinderärzten in Kantonen mit besser vergüteten medizinischen Leistungen höher.
Für die in der Fachzeitschrift «Swiss Medical Weekly» publizierte Studie wurden praktizierende Mitglieder der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie befragt.