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Zahl der Asylgesuche im September 1999 stark rückläufig

Im September haben 2'161 Flüchtlinge in der Schweiz ein Asylgesuch eingereicht. Dies ist der tiefste Wert seit August 1997. Die Zahl der Ausreisenden war im September seit langem erstmals wieder höher als jene der Neuankommenden.

Im September haben in der Schweiz 2’161 Flüchtlinge ein Asylgesuch eingereicht. Dies ist der tiefste Wert seit August 1997. Die Zahl der Ausreisenden war im September seit langem erstmals wieder höher als jene der Neuankommenden.

Die 2’161 Asylgesuche sind nach Angaben des Bundesamtes für Flüchtlinge BFF vergleichbar mit jenen Werten, die vor dem Ausbruch des Kosovo-Konfliktes registriert wurden. Dennoch stammte auch im September rund ein Drittel der Gesuchsteller (715) aus dem Kosovo.

2’096 Gesuchsteller haben die Schweiz im Verlaufe des Septembers freiwillig oder zwangsweise verlassen oder tauchten unter. Weitere 4’569 Flüchtlinge gelangten mit dem Rückkehrprogramm des Bundes in ihre alte Heimat Kosovo zurück. Bis am Dienstag (05.10.) wurden gesamthaft 8’080 Flüchtlinge nach Kosovo zurückgeflogen.

Das Bundesamt für Flüchtlinge gibt jedoch trotz der im Moment rückläufigen Flüchtlingszahlen noch keine Entwarnung. Je nach Wohnsituation im Kosovo könne die Zahl der Flüchtlinge in den kommenden Monaten wieder ansteigen, erklärte das BFF auf Anfrage.

Schon jetzt ist absehbar, dass 1999 in Sachen Asylgesuche ein Rekordjahr darstellen wird. In den ersten neun Monaten wurden in der Schweiz 40’739 Gesuche gestellt. Der bisherige Spitzenwert von 41’000 Gesuche dürfte damit bereits im Oktober erreicht werden.. Bis Ende Jahr rechnet das BFF mit rund 50’000 Gesuchen.

SRI und Agenturen

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