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Zeugenaussagen im Prozess gegen Kachelmann weiter nicht öffentlich

(Keystone-SDA) Mannheim – Im Vergewaltigungsprozess gegen Fernsehmoderator Jörg Kachelmann hat der Vater des mutmasslichen Opfers unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt. Die Befragung betreffe das engere Familienleben, sagte der Vorsitzende Richter am Montag.
Nach kurzen Angaben zur Person des 71-jährigen Ingenieurs mussten Medienvertreter und Zuschauer den Saal verlassen. Es war das dritte Mal, dass die Öffentlichkeit in dem seit 6. September laufenden Prozess vor dem Mannheimer Landgericht ausgeschlossen wurde.
Auch die rund vierstündige Vernehmung der Mutter des möglichen Vergewaltigungsopfers und einer anderen Kachelmann-Freundin fand ohne Öffentlichkeit statt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Wetterexperten vor, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er beteuert seine Unschuld.
In der vergangenen Woche waren vor Gericht zwei Polizistinnen vernommen worden. Sie hatten die Aussagen des mutmasslichen Opfers für glaubwürdig gehalten. Der Kachelmann-Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt – wohl wieder ohne Öffentlichkeit. Denn dann sollen weitere Frauen in den Zeugenstand, die mit Kachelmann liiert waren.
Das Gericht will sich ein Bild von den Beziehungen machen, die Kachelmann führte. Seine langjährige Freundin, das mögliche Vergewaltigungsopfer, soll am 13. Oktober aussagen. Auch diese Vernehmung wird aller Voraussicht nach ohne Publikum stattfinden.

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