Zug will Forschung zum Nationalen Finanzausgleich finanzieren
Der Zuger Regierungsrat will, dass zum Nationalen Finanzausgleich (NFA) geforscht wird. Er beantragt dem Kantonsrat deswegen einen finanziellen Beitrag von jährlich bis zu 400'000 Franken für den Betrieb eines entsprechenden Kompetenzzentrums in Luzern.
(Keystone-SDA) Gemäss dem regierungsrätlichen Bericht an das Parlament soll das Kompetenzzentrum vom Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) in Luzern geführt werden. Das IWP ist ein privat finanziertes Institut, das an die Universität Luzern angegliedert ist.
Das Kompetenzzentrum für den Nationalen Finanzausgleich soll von den Kantonen Zug und Luzern während mindestens vier und maximal zehn Jahren mit jährlich total 400’000 Franken finanziert werden. Zug soll dabei den Löwenanteil von jährlich 350’000 Franken übernehmen. Luzern hat für vier Jahre je 50’000 Franken zugesichert. Steigt Luzern dann aus, würde Zug allenfalls seinen Anteil erhöhen.
Der Kanton Zug würde damit während zehn Jahren maximal 3,8 Millionen Franken in das NFA-Forschungszentrum stecken, wie es in dem Bericht des Regierungsrats heisst. Finanziert werden soll dies aus den Mehrerträgen der OECD-Mindeststeuer.
Für den Regierungsrat ist der Beitrag an das Forschungszentrum gut investiertes Geld. Die Forschungsstätte werde Fachleute aus der Steuer- und Finanzpolitik anziehen, zu denen der Kanton Zug als Förderer den Zugang gewinnen könne, erklärte er. Für den Kanton Zug als innovativen Kanton im Steuerbereich und als grössten Nettozahler in den NFA, sei die Forschung zum Finanzausgleich zudem von einem wesentlichen Interesse.
Gemäss dem regierungsrätlichen Bericht hat sich der Kanton Zug bereits in der Vergangenheit vom IWP beraten lassen. Das geplante Kompetenzzentrum werde eine Lücke in der schweizerischen Hochschullandschaft schliessen, hiess es.