1000 VBZ-Mitarbeitende fordern mit Petition mehr Respekt
Über 1000 VBZ-Mitarbeitende haben eine Petition für bessere Arbeitsbedingungen unterschrieben. Am Mittwoch überreichten sie diese Stadtrat Michael Baumer (FDP). Nach einer Demonstration im letzten November forderten sie erneut "mehr Respekt".
(Keystone-SDA) Bis Ende August erwarten die Mitarbeitenden des ÖV eine Antwort des Stadtrats, wie die Gewerkschaft VPOD am Mittwochabend mitteilte. Sie stellen vier Forderungen auf.
Bei geteilten Diensten soll es höchstens Pausen von 90 Minuten geben. Längere Unterbrüche zwischen den Dienstteilen seien kaum nutzbar. Die resultierende Präsenzzeit von 12–14 Stunden gehe auf Kosten von Erholung und Privatleben.
Die VBZ sollen zudem am Pilotprojekt «35-Stunden-Woche» der Stadt Zürich teilnehmen und die Zeitpauschalen sollen grosszügiger bemessen werden. Die Verhandlungen für eine neue betriebliche Vereinbarung sollen für alle Mitarbeitenden transparent sein, heisst es schliesslich.
Vereinbarung könnte 2027 gekündigt werden
Im September 2025 kündigten die Gewerkschaften den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) per Ende 2025, weil der Zürcher Regierungsrat und der Zürcher Verkehrsverbund ZVV diesen nicht anerkannten, wie der VPOD schreibt. Die Mitarbeitenden des Nahverkehrs schredderten das Papier an ihrem Aktionstag «Respäkt fürs ÖV-Personal» im vergangenen November.
Für die Angestellten der VBZ blieb parallel die betriebliche Vereinbarung bestehen, die nun neu verhandelt werden soll. Die im VPOD organisierten Mitarbeitenden würden für Schichtarbeit nach wie vor die 35-Stunden-Woche anstreben. Ohne substanzielle Verbesserung der Vereinbarung sähen sie nach dem Wegfall des Rahmen-GAV keinen Grund, diese fortzusetzen und damit die Friedenspflicht zu wahren. Die Vereinbarung könne frühestens auf Ende 2027 gekündigt werden, schrieb der VPOD.