Aargauer Velonetz soll umfassend erneuert werden
Der Kanton Aargau will das Velofahren attraktiver und sicherer machen. Gemeinsam mit den Gemeinden hat er die kantonale Velonetz-Revision gestartet, die bis 2028 abgeschlossen sein soll. Ziel ist eine moderne Infrastruktur für den Alltag und die Freizeit.
(Keystone-SDA) Im Kanton bestehen derzeit rund 987 Kilometer Alltagswege und 411 Kilometer Freizeitrouten zur Verfügung, wie das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Donnerstag nach einer Informationsveranstaltung in Lenzburg mitteilte.
Bei der Revision des Alltagsnetzes liege das Augenmerk auf der Erschliessung wichtiger Siedlungsgebiete, Arbeitsplätze und Schulen. Ziel sei es, alle Gemeinden an das kantonale Velonetz anzubinden und neue Angebote dort zu schaffen, wo viele Menschen wohnten und arbeiteten, hiess es.
Neues Konzept für Mountainbiker
Auch der Freizeitbereich soll nach den Plänen des Kantons grundlegend überarbeitet werden. Ein wesentlicher Bestandteil sei dabei die Erarbeitung eines neuen Mountainbike-Konzepts bis 2028.
Dieses solle die Grundlage für ein nachhaltiges Angebot schaffen, das sowohl die Bedürfnisse der Sportler als auch den Natur- und Landschaftsschutz berücksichtige.
Beim klassischen «Velowandern» sollen weiterhin die Routen von SchweizMobil das Rückgrat bilden. Diese sollen jedoch auf ihre Attraktivität geprüft und punktuell optimiert werden.
Gemeinsame Planung bis 2028
Die Überarbeitung erfolgt gemäss Angaben des Kantons in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Regionalplanungsverbänden und Fachorganisationen. In diesem werden zunächst die Planungsgrundlagen erarbeitet. Nach einer Vertiefungsphase und der Vernehmlassung im Jahr 2028 soll die Planung im kantonalen Richtplan festgesetzt werden.
Der Kanton reagiert mit der Velonetz-Revision auch auf gesetzliche Vorgaben: Gemäss Bundesgesetz sind Kantone und Gemeinden verpflichtet, bis Ende 2042 eine attraktive Veloinfrastruktur zu planen und umzusetzen.