Altersreform auf Messers Schneide

Mit der Reform der Altersvorsoge 2020 sollen die Interessen der jungen und älteren Menschen berücksichtigt werden. Keystone

Es bleibt knapp für die umfassende Altersreform und die Erhöhung der Mehrwertsteuer an der Urne. Zwar liegt laut heutigem Stand bei beiden Vorlagen das Ja vor dem Nein. Doch läuft der Trend zugunsten der Ablehnung, wie die zweite SRG-Trendumfrage des Forschungsinstituts gfs.bern zeigt. Beim Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit hingegen überwiegt die Zustimmung deutlich.

Anfang September hätte das Schweizer Stimmvolk die Altersreform mit einer sehr knappen absoluten Mehrheit von 51% angenommen. Mit 50% noch einen Hauch tiefer wäre die Vorlage zu einer Mehrwertsteuererhöhung von 0,3% angenommen worden, die dem Rentensystem zu Gute kommen soll. Je 5% der Befragten gaben an, sich noch nicht entschieden zu haben.

Allerdings ging im Trend bei beiden Vorlagen die Zustimmung leicht zurück. Bei der ersten Trendumfrage hatten 53% der Befragten angegeben, ein Ja für die Altersreform und die Mehrwertsteuererhöhung in die Urne zu legen. Innerhalb von ein paar Wochen verloren die Vorlagen somit zwei und drei Prozentpunkte an Ja-Stimmen.

Ausgang offen

Für den Moment würde also eine Mehrheit den beiden Vorlagen zur Altersvorsorge zustimmen, doch spricht das Forschungsinstitut gfs.bern in beiden Fällen von einem "leicht negativen" Trend. Aufgrund der sehr knappen Verhältnisse sei der Ausgang zurzeit offen. Setze sich der aktuelle Trend aber fort, "ist ein Wandel der Mehrheiten gut möglich".

Die Politologen des Instituts betonen, dass es sich bei dem Trend nicht um eine Prognose handle. "Es ist der Stand der Dinge am 3. September 2017." Es handle sich um eine Momentaufnahme.

Ja zur Ernährungssicherheit

Eindeutig sind die Dinge hingegen mit Blick auf die dritte Vorlage, über die das Schweizer Stimmvolk am 24. September 2017 entscheiden wird. Einem Ja zum Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit scheint nichts mehr im Wege zu stehen, 69% der Befragten hätten dafür gestimmt, 20% wären dagegen und 11% noch unentschlossen.

Sowohl die Zustimmung als auch die Ablehnung haben zugenommen, wobei das Ja-Lager stärker profitiert hat. Im Vergleich zu der ersten Trendumfrage vom August nahm die Zustimmung um 4 Prozentpunkte zu.


Die Umfrage

Die 2. Welle der SRG-SSR-Trendbefragung wurde durchgeführt vom Institut gfs.bern im Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR), zu der auch swissinfo.ch gehört.

Zwischen dem 30. August und dem 6. September 2017 wurden 1408 repräsentativ ausgewählte Stimmberechtigte befragt. Der Stichprobenfehler beträgt +/-2,7 Prozentpunkte.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben die Befrager keinen Zugang zu den Koordinaten von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern.

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