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AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Leicht freundlich - London und New York geschlossen

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 10:10 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag kaum verändert in die Woche gestartet und verzeichnet kurz darauf leichte Aufschläge. Händler verweisen vor allem auf die freundliche Tendenz an den asiatischen Börsen und den erholten Future auf den US-Leitindex Dow Jones. Am Freitag hatte die Wall Street unter der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens im späten Handel gelitten.
Für den weiteren Verlauf fehlen wichtige Impulse, denn die Börsen in London und New York sind feiertagsbedingt geschlossen. Insofern könnte der Handel eher orientierungslos verlaufen, heisst es. Die Schuldenproblematik in der Eurozone dürfte weiter Thema sein. Nachrichten von den Bluechips sind unterdessen Mangelware und Finanzwerte stehen einmal mehr im Blick der Anleger, derzeit mit positiven Vorzeichen.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steigt bis 09.30 Uhr um 0,43% auf 6'349,34 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,47% auf 971,24 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,19% auf 5'588,36 Punkte.
Die Experten der ZKB erwarten beim SMI in den nächsten ein bis zwei Wochen per Saldo nochmals höhere Kurse bis in den Bereich von 6'530 Punkten. Der mittelfristige Ausblick ist dagegen negativ. Auf Sicht der nächsten ein bis zwei Monate erwarten die Analysten nach einer allfälligen Erholung wieder sinkende Kurse und einen Test des Widerstandes bei 5'900 Punkten.
UBS avancieren um 1,4%. Die Grossbank will ihr Wealth-Management-Geschäft rasch wieder in die schwarzen Zahlen führen. Er strebe so bald wie möglich ein positives Quartal an, erklärte der neue Bereichsleiter Jürg Zeltner im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft".
Julius Bär (+1,4%) können ebenfalls deutlich zulegen, während CS (+0,5%) etwas zurückbleiben. Bei den Assekuranzen verbuchen Swiss Life und Swiss Re (je +0,6%) die grössten Aufschläge.
Freundlich präsentieren sich auch einige Zykliker, vor allem Logitech (+1,4%) und Petroplus (+1,1%).
Unter anderem zu Lonza (+1,4%) gibt es von der Bank Vontobel Feedback von einer institutseigenen Konferenz. Zwar sei das Orderverhalten in Biopharmaceuticals nach wie vor uneinheitlich, dass Management könnte aber seine Vorschau für das Jahr 2010 - ein ausgeglichenes EBIT - einhalten oder sogar übertreffen, heisst es dort.
ABB gewinnen 0,5%, das Unternehmen hat über ein Entwicklungsprojekt in Helsinki informiert. Zusammen mit dem staatlichen Versorgungsunternehmen Helsinging Energia und Nokia Siemens Network will ABB ein intelligentes Stromnetz, Smart Grid genannt, installieren.
Verhaltener zeigen sich die defensiven Nestlé (+0,2%), Novartis (+0,5%) und Roche (+0,2%). Am Tabellenende im SMI/SLI rangieren Swisscom (-0,1%), Nobel Biocare (-0,3%) und Synthes (-0,7%).
Im breiten Markt stehen Transocean (-7,4%) weiter im Fokus. Nach dem Scheitern des jüngsten Versuchs von BP, den Ölfluss im Golf von Mexiko zu stoppen, können offenbar nur noch Entlastungsbohrungen helfen. Die ZKB rechnet mit längerfristigen Belastungen für die Offshore-Bohrindustrie, unter anderem durch verstärkte Sicherheitsmassnahmen, häufigere Kontrollen und zusätzliche Umweltabgaben und stuft Transocean auf "Untergewichten" herab.
Bei OC Oerlikon (+2,8%) gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Der russische Investor Viktor Vekselberg will sich mit der Busse im Zusammenhang mit seinem Einstieg beim Traditionsunternehmen nicht abfinden und beschreitet den Gerichtsweg. Die Kapitalerhöhung läuft noch bis zum morgigen Dienstag.
Cosmo gewinnen 1,6%, nachdem das Unternehmen über mögliche Konkurrenz für das Medikament Lialda in den USA informiert hat. Dies soll aber nur einen "sehr beschränkten Einfluss" auf die erwarteten Einkünfte aus Lialda-Umsätzen haben.
Galenica hat in einer weiteren Untersuchung des intravenös zu verabreichenden Eisenpräparats Ferinject einen Erfolg erzielt, die Aktien legen 0,8% zu.
cc/ch

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