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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist schwach in die neue Woche gestartet, belastet von Abgaben in den grosskapitalisierten Pharmawerten. Eine frühe technische Gegenbewegung nach den starken Verlusten der Vorwoche hat sich aufgrund mangelnder Anschlusskäufe als nicht nachhaltig erwiesen, hiess es im Handel. Schon bald kam dem SMI der Schwung abhanden und der Index prallte an der Marke von 6000 Punkten ab.
Händler sprachen von einem feiertagsbedingt ruhigen Handel mit wenig Volumen. Daher seien viele Bewegungen stark zufallsbedingt gewesen. Wegen des Feiertags in den USA fehlten die US-Anleger sowie Impulse von der Konjunktur- und Unternehmensseite. Aussagekräftige Bewegung werde es daher wahrscheinlich erst geben, wenn morgen die Wall Street wieder öffnet, hiess es.
Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss am Montag 0,54% tiefer auf 5'942,26 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,58% auf 906,89 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,48% auf 5'256,58 Punkte.
Grösster Gewinner unter den Blue waren Swisscom, deren Titel um 1,8% auf 373 CHF anzogen. Die Papiere profitierten von einer Höherstufung durch die Credit Suisse auf "Outperform" von "Neutral" sowie einer gleichzeitigen Kurszielerhöhung auf 430 (410) CHF.
Von einer Hochstufung profitierten auch Richemont (+0,4%). Merrill Lynch hat im Zuge einer Studie zur Luxusgüterindustrie das Anlagerating auf "Buy" von bisher "Neutral" erhöht. Die Titel hätten jüngst einen Kursrückschlag erlitten und seien nun die "billigsten" Aktien unter den reinen Luxusgüterwerten, meinen die Analysten. Swatch, die letzte Woche ähnlich hohe Verluste wie Richemont erlitten hatten, stiegen um 0,1%.
Auch in Synthes (+1,6%) vermochte eine Analystenstimme Bewegung in die Titel zu bringen. Kepler hat die Titel auf "Buy" von "Reduce" hochgestuft und das Kursziel auf 145 von 135 CHF erhöht.
Viele konjunktursensitive legten hingegen nach schwachen Daten aus der Eurozone den Rückwärtsgang ein: ABB verloren 0,8%, Adecco 0,5%, Holcim 1,7%, Syngenta 1,7% und Logitech 2,4%. Die erneut schwachen Konjunkturdaten liessen viele Anleger vor der nächsten Berichtssaison auf die sichere Seite wechseln, hiess es.
Die grosskapitalisierten Pharmaaktien notierten ebenfalls mit Abschlägen: Novartis verloren 0,9%, und Roche büssten 1,2% ein. Nur Nestlé (+0,1%) stützen von den "big three" den Index ein wenig.
Etwas besser kamen die Grossbanken UBS (-0,1%) und CS (-0,2%) weg. Auch die Versicherer Swiss Re (-0,6%) und ZFS (-0,4%) schlossen den Tag in den roten Zahlen. Insbesondere die Banken würden derzeit noch von den anstehenden Stresstest-Ergebnissen der EU zurückgebunden, hiess es.
Am Schluss der Blue-Chips-Tabelle standen einmal mehr Transocean (-3,6%). Neben der anhaltenden, allgemeinen Unsicherheit um die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko laste auch eine Kurszielsenkung durch die Barclays Bank auf den Titeln, hiess es im Handel. Allerdings bewertet die britische Bank die Titel weiter mit "Übergewichten".
Im breiten Markt wurden Sarasin um 0,9% zurückgenommen. Vor dem Wochenende noch hatten Gerüchte um eine baldige Übernahme durch eine Kantonalbank die Runde gemacht. Diesen trat Sarasin-CEO Joachim Straehle am Wochenende in einem Zeitungsinterview entgegen: "Ein Verkauf ist nicht geplant", sagte er.
Aber auch bei den Small- und Midcaps war die Nachrichtenlage heute sehr dünn. Unter den grössten Kursgewinnern sind Uster Technologies (+4,5%), BVZ (+2,1%) oder Hypo Lenzburg (+1,5%) zu finden. Letztere werden am nächsten Donnerstag die Halbjahreszahlen präsentieren und damit den Zahlenreigen in der Schweiz eröffnen. Am Tabellenende fanden sich unter anderem Dottikon ES (-5,1%), Austriamicrosystems (-2,8%) und OC Oerlikon (-2,5%) wieder.
ra/rt

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