Aktionärsgemeinden des Spitals Wetzikon sprechen 50 Millionen
Die Aktionärsgemeinden des Spitals Wetzikon haben die Anschubfinanzierung gesichert. 50 Millionen Franken würden die elf Gemeinden für die Rettung des Spitals beisteuern.
(Keystone-SDA) Der politische Prozess rund um die Beschaffung von neuem Kapital für das Spital Wetzikon (GZO AG) ist damit erfolgreich abgeschlossen, wie die Gemeinden am Mittwoch mitteilten. Weil die Stimmberechtigten in Bubikon im letzten Jahr den Betrag ablehnten, mussten die verbliebenen Aktionärsgemeinden noch rund 3 Millionen Franken auftreiben. Der Fehlbetrag wurde gemäss dem Aktienbesitz aufgeteilt, heisst es weiter.
Die einhellige Zustimmung bedeute auch, dass die in den Zusatzkrediten eingerechneten Reserven in keiner Gemeinde angezapft werden müssten. Die Nachlassstundung des Spitals Wetzikon dauert bis am 19. Dezember 2026. Bis dahin hat die GZO AG Zeit, eine Lösung mit ihren Gläubigern zu finden.
Das Spital Wetzikon geriet in finanzielle Schieflage, weil es eine fällige Anleihe in der Höhe von 170 Millionen Franken nicht zurückzahlen konnte. Das Geld wurde 2014 für die Realisierung des geplanten Neubaus aufgenommen. Der Spitalbetrieb läuft bis auf Weiteres aber normal weiter. Der Kanton lehnte eine finanzielle Hilfe ab.
Kaufangebot in Prüfung
Das Spital erhielt auch ein Übernahmeangebot. Käme der Verkauf zustande, könnten die Gläubiger mit mehr Geld rechnen als beim bisher vorliegenden Sanierungsplan des Spitals.
Beim Interessenten handelt es sich offenbar um die Klinikgruppe Swiss Medical Network (SMN) der Dachgesellschaft Aevis Victoria. SMN gab bereits zu einem früheren Zeitpunkt bekannt, dass das Unternehmen bereitstehe, sich für eine Lösung zu engagieren. Der Knackpunkt ist dabei, ob die kantonalen Leistungsaufträge auf die neue Betreibergesellschaft übertragen werden können.