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Antisemitischer Angreifer in Zürich sollte Schweiz längst verlassen

Der antisemitische Angreifer in Zürich hätte die Schweiz schon längst verlassen müssen.
Der antisemitische Angreifer in Zürich hätte die Schweiz schon längst verlassen müssen. Keystone-SDA

Der Kosovare, der am Montag in Zürich einen orthodoxen Juden angriff, sollte schon längst nicht mehr in der Schweiz sein. Das hat die Migrationsbehörde des Kantons Zürich am Donnerstag mitgeteilt. Wegen langwieriger Verfahren sei er noch hier.

(Keystone-SDA) «Das Migrationsamt des Kantons Zürich hat seit Jahren alles unternommen, um gegen diesen Kosovaren ausländerrechtlich durchzugreifen», schreibt das Migrationsamt auf Anfrage von Keystone-SDA. Es bestätigte damit eine Meldung von SRF. Bereits vor einigen Jahren habe es den 40-Jährigen aus der Schweiz weggewiesen.

Das Bundesverwaltungsgericht habe in der Folge jedoch seine vorläufige Aufnahme durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) angeordnet.

Nachdem der Beschuldigte die Schweiz zwischenzeitlich verlassen hatte, habe das SEM nun das Erlöschen der vorläufigen Aufnahme festgestellt. Laut Migrationsamt werde der Mann ausser Landes geschafft, sobald der Entscheid rechtskräftig sei.

Mann ist polizeilich bekannt

Die Stadtpolizei konnte den 40-jährigen Angreifer am Montag festnehmen. Zuvor griffen Passanten ein. Das Opfer, ein als orthodoxer Jude erkennbarer Mann, kam mit Schürfwunden davon. Der Angreifer ist polizeilich bekannt, allerdings nicht wegen ähnlicher Delikte.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft stellte einen Antrag auf Untersuchungshaft. Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts steht noch aus.

Der 40-jährige Kosovare hat keinen festen Wohnsitz in der Schweiz. Er äusserte sich laut Polizei auch noch bei seiner Festnahme antisemitisch.

Kein Platz für Antisemitismus

Parteien und der Stadtrat verurteilten den Angriff. Es brauche das Engagement aller gegen Antisemitismus, schrieb Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP). Die feige Tat mache den Stadtrat tief betroffen, teilte dieser am Mittwoch mit. Der Stadtrat lobte das Eingreifen von Passanten und drückte dem Opfer sein Mitgefühl aus. Kulturelle und religiöse Traditionen müssten in Zürich sichtbar sein können und Wertschätzung erfahren.

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