Ascom setzt auf Powerline
Der Telekommunikations-Konzern Ascom baut seine Stellung im Markt für das Internet via Stromsteckdose (Powerline) weiter aus. Mit Unternehmen in Nord- und Südeuropa hat der Konzern eine Reihe von Verträgen abgeschlossen.
In Deutschland setzen bereits die Energieversorger RWE und Energie Baden-Württemberg (EnBW) die Powerline-Technologie von Ascom ein. Nun kommen Endesa in Spanien, Lina.Net in Island, Sydkraft in Schweden und die Tiroler Wasserwerke hinzu.
In Norwegen betreibe die Ascom Powerline Communications mit dem Energieversorger Viken eine grössere Pilot-Installtation, teilte Ascom am Montag (02.07.) mit. Weitere Projekte unter anderem in Japan, Australien und Chile stünden kurz vor dem Vertragsabschluss.
Ausgedehnte Feldversuche
Zuvor war die Powerline-Technologie bei ausgedehnten Feldversuchen mit Energieversorgern in elf europäischen Ländern sowie in Singapur und Hongkong auf Herz und Nieren getestet worden. Laut Ascom wurden dabei die Erwartungen erfüllt.
Die Powerline-Technik überträgt Daten mit bis zu 4,5 Megabit pro Sekunde über das Stromnetz. Das ist gut doppelt so schnell wie die ISDN-Technologie. Die Internet-Verbindung besteht permanent (always online), die ständige Einwahl ins Netz entfällt.
Weg vom «Gemischtwaren-Laden»
Mitte Juni hatte Ascom mit dem geplanten Abbau von weltweit 1’100 Stellen für Schlagzeilen gesorgt. «Der Gemischtwaren-Laden wird endgültig aufgeräumt», hatte Ascom-Sprecher Stephan Howald die künftige Strategie erklärt. Dass die Powerline Commmunication vom Abbau nicht betroffen sei, wurde bereits damals betont.
swissinfo und Agenturen
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