Expo.02 erwartet die halbe Schweiz
Rund 4,8 Mio. Besucher wollen die Veranstalter der Expo.02 an die Landes-Ausstellung locken. Das soll mit gezielter Werbung bei Schulen, Vereinen, Unternehmungen und Reiseveranstaltern im In- und Ausland erreicht werden.
Nicht nur Schweizerinnen und Schweizer sollen die Landeausstellung besuchen. Auch aus dem Ausland erwarten die Marketing-Verantwortlichen rund eine Million Besucher. Daneben soll etwa die Hälfte der Schweizer Bevölkerung an die Gestade der drei Mittellandseen pilgern. Etwa 3,8 Mio. Einheimische wären das.
Diese Zahlen liessen sich allerdings nicht nur mit Einzeleintritten erreichen. Deshalb stellten die Expo-Verantwortlichen am Dienstag (10.04.) ein Marketing-Konzept vor, das sich an grössere Gruppen wie Schulen, Vereine, Unternehmungen und Reiseveranstalter richtet.
Für Schulen Pflichtstoff!
Geplant ist, eine möglichst grosse Anzahl der Eintritte bereits im Vorverkauf abzusetzten. Eine Umfrage in einer Lehrerzeitschrift habe zum Beispiel ein äusserst gutes Ergebnis ergeben: 77% von rund 1’000 befragten Lehrerinnen und Lehrern von Primar- und Mittelschulen beabsichtigen demnach einen Schulausflug an die Landesausstellung.
Zusammen mit den Bahn seien günstige Reisepackages in Arbeit. So sollen Schüler aus der ganzen Schweiz für unter 50 Franken an die Ausstellung gelangen. Die Expo.02-Leitung sieht in diesem Bereich eine hälftige Beteiligung der öffentlichen Hand vor, den Rest sollen die Schüler oder deren Eltern berappen.
Ticket-Verkäufe an Unternehmen
Rund 20% der Eintrittskarten sollen über Verkäufe an Unternehmen abgewickelt werden. Als erster Grosskonzern habe die Rentenanstalt/Swisslife Karten im Wert von 400’000 Franken gekauft.
Bei weiteren Unternehmungen seien Offerten mit einer Gesamtsumme von einer halben Million Franken in Bearbeitung. Auch ausländische Feriengäste sollen einen Abstecher an die Expo.02 machen.
Um dieses Ziel zu erreichen wird eine Zusammenarbeit mit den wichtigsten Reiseveranstaltern in Europa und Übersee angestrebt. Vereinbarungen mit TUI und Dertour in Deutschland, Kuoni und Thomson in Grossbritannien sowie Holland International wurden bereits getroffen.
swissinfo und Agenturen
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