Regenperiode beeinträchtigt Getreideernte
Die Regenperiode im Juli und Anfang August hat der diesjährigen Brotgetreide-Ernte geschadet. Die Unwetter führten vor allem zum Auswuchs des Getreides, wie das BLW am Freitag (18.08.) mitteilte. Der Bedarf der Müller kann aber dennoch gedeckt werden.
Der Zustand und der Reifegrad der Kulturen versprachen eine frühe und reichliche Ernte, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zur Ernte 2000 schreibt. Diese Erwartung sei aber durch die Unwetter im Juli und Anfang August zunichte gemacht worden.
Die vom Bund zu übernehmende Menge wird auf 530’000 Tonnen Brotgetreide geschätzt, wovon rund 390’000 Tonnen für die menschliche Ernährung bestimmt sind. Die Weizenernte ergab allein rund 507’000 Tonnen, was einer Zunahme von rund elf Prozent entspricht. Im Vorjahr waren wegen Regen insgesamt 460’000 Tonnen Brotgetreide geerntet worden.
Die Unwetter führten zu einem Auswuchs des Getreides, wie das BLW weiter schreibt. Nach der Besorgnis erregenden Lage zu Erntebeginn stabilisierte sich dieser allerdings bei 24 Prozent. Der Roggen litt stärker unter den schlechten Witterungsbedingungen als der Weizen. Bei drei Viertel der Posten wurde die erforderliche Qualität nicht erreicht. Das Auswuchsgetreide und die Posten der schlechtesten Qualität werden als Futtermittel verwendet.
Proteinqualität besser als 1999
Die Analysen ergaben grosse Qualitätsunterschiede. Die Fallzahlen waren aber weit geringer als im Vorjahr; am stärksten betroffen waren die deutsche Schweiz und das Rhonetal. Das Hektolitergewicht und der Proteingehalt liegen zwar ebenfalls leicht unter den Vorjahreswerten, bleiben aber befriedigend. Die Proteinqualität ist gar höher als diejenige der Ernte 1999.
Das BLW hat den Rückbehalt zur Deckung der Verwertungskosten auf acht Franken pro 100 Kilogramm festgesetzt, wie es weiter hiesst. Er wird auf dem Produzentenpreis erhoben, wobei ein allfälliger Restbetrag im Frühling zurückerstattet wird, sobald die effektiven Kosten bekannt sind.
swissinfo und Agenturen
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